150 Jahre Vereinsleben – Konstanz in einem kleinen Ort / Feier mit reichlich Prominenz

Viel Lob für Eutzens Schützen

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Die Dorfbevölkerung des 76-Einwohner-Ortes nahm beim Kommers Anteil an der Zeremonie.

Eutzen. Mit einem Kommers feierte der Schützenverein Eutzen am Mittwochabend sein 150-jähriges Bestehen.

Zum Empfang begrüßten Majestät Ralf Gehrke, Kronprinzessin Sophie Schiewe, Oberst Jürgen Heine der Vorsitzende Hinrich Richter und Ortsvorsteher Eike Harder die zahlreichen Abordnungen aus benachbarten Schützenvereinen und andere geladene Gäste.

Die Ehrengäste mit Niedersachsens Schützenpräsident Axel Rott (2.v.r.).

Wittingens Bürgermeister Karl Ridder war aus Kakerbeck mit dem Fahrrad angereist – für den Präsidenten des Niedersächsischen Sportschützenvereins, Axel Rott aus Hannover, schied dieses Fortbewegungsmittel aus. Richter betonte in seiner Ansprache, dass es immer wieder gelinge, in dem 76-Einwohner-Ort alljährlich ein Schützenfest auf die Beine zu stellen. Vor 150 Jahren gab es in Eutzen sogar noch viel mehr Einwohner, und so wurde der Schützenverein von den jungen Leuten des Ortes damals im Pfingstbusch, einem kleinen Eichenwald, gegründet.

Die Heidemusikanten aus Brome unterstützten die Eutzener Jubiläumsfeierlichkeiten.

Nach den Kriegswirren ging es mit dem Schützenfest in Eutzen erst in den 50er Jahren wieder richtig los. So sind das 100-jährige Bestehen 1967 mit der Fahnenweihe und die 125-Jahr-Feier 1992 vielen noch in guter Erinnerung. 1972 wurde der Schießstand mit viel Eigenleistung gebaut, der bis heute dreimal renoviert und auf den neuesten Stand gebracht wurde. Bis 1997 wurde das Schützenfest noch im Saal des Gasthauses Niebuhr gefeiert. Danach im Festzelt und in Gades’ Scheune. Seit 2014 ist auch die Damenwelt in das Schützenwesen integriert.

Eike Harder (v.l.), Oberst Jürgen Heine, Majestät Ralf Gehrke, Kronprinzessin Sophie Schiewe, Hinrich Richter.

Die Grüße des Kreisschützenverbandes übermittelte der Vorsitzende Harald Bohne, der sich noch gern an die Jubiläumsfeier 1992 erinnerte. Seit 1867 habe sich das Schützenwesen über Generationen bis heute positiv weiterentwickelt. Stadtbürgermeister Ridder überbrachte die Glückwünsche des Rates und der Verwaltung der Stadt Wittingen. Schützenpräsident Rott verglich die Anzahl der Schützenvereinsmitglieder mit der Einwohnerzahl Eutzens. Analog dazu müsste Hannover 650 000 Mitglieder in den Schützenvereinen haben, rechnete er vor. Er überbrachte die Glückwünsche vom Vorstand des Landesverbandes und allen 165 000 Mitgliedern. Glückwünsche überbrachten auch Kerstin Keil in Vertretung der Landtagsabgeordneten Ingrid Klopp und der stellvertretende Landrat Werner Warnecke im Namen des Landkreises Gifhorn. Er betonte die Bedeutung des Schützenwesens insbesondere für die kleinen Ortschaften.

Die Senioren-Schützenbrüder ließen sich die Feiern zum 150-jährigen Bestehen nicht entgehen.

Anschließend hatten alle Abordnungen die Gelegenheit, ein paar Grußworte an den Jubiläums-Schützenverein zu richten. Darunter auch die ehemalige Landrätin Marion Lau für den Schützenverein Wunderbüttel. Den Abschluss der Zeremonie bildete die gemeinsam gesungene Nationalhymne unterstützt durch die Bromer Heidemusikanten. Anschließend ging es zurück zum Festzelt und in die Scheune, um das Jubiläum zu feiern. Eine vielbeachtete Fotowand erinnerte am Eingang des Festzeltes an vergangene Zeiten.

Von Siegfried Glasow

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