Wittingen: Modernisierungspläne vorgestellt / Abbruch startet nächste Woche

Verjüngungskur für Stadthalle

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Großer Bahnhof gestern an der Wittinger Stadthalle: Das beauftragte Architekturbüro erläuterte das Modernisierungskonzept.

Wittingen. Es geht endlich los: Ab nächster Woche bekommen Vorschlaghammer und Abrissbrine an der Wittinger Stadthalle ordentlich etwas zu tun.

Denn mit den Abbrucharbeiten werden der Umbau und die Sanierung der Wittinger Stadthalle ihren Anfang nehmen, teilten Stadtverwaltung und das zuständige Magdeburger Architekturbüro „Steinblock architekten“ gestern bei einer Begehung der Stadthalle mit, bei der auch das neue Erscheinungsbild des Gebäudeensembles vorgestellt wurde.

Als Hauptaufgaben des Modernisierungskonzepts nannte das Architekturbüro die Ertüchtigung der Brandschutzmaßnahmen gemäß der neuen Auflagen, die energiesparende Gestaltung und Erneuerung der Haustechnik sowie die Auffrischung der Objektflächen. „Wir wollen die Möglichkeiten für unterschiedlichste Nutzungsvorhaben verbessern“, stellte Matthias Rau, Architekt und Stadtplaner des Büros, die Pläne vor. Da die Stadthalle von Theateraufführungen und Konzerten über kleinere und große Feiern bis zu Tagungen und Ausstellungen eine breite Palette an Veranstaltungen bediene, sollen die Räumlichkeiten flexibel gestaltet und angeordnet werden.

Dabei spielt vor allem die Aufwertung des Seitenfoyers eine Rolle. Durch den Abbruch von Einbauten im Foyer solle ein größerer, offener Raum geschaffen werden, der durch Doppeltüren mit dem Saal verbunden ist. Eine Bar mit Holz- und hinterleuchteten Glasflächen soll einen „visuellen Zielpunkt am Ende des Foyers bilden“, so die Pläne der Firma. Um dies umzusetzen, werden zudem die Sanitärflächen an den jetzigen Standort der Garderobe verlegt. Farbigkeit und Materialien sollen reduziert werden, um „für einen großzügigen Raumeindruck“ zu sorgen, so Rau.

Und auch die Fassade soll mit überschaubaren Eingriffen wesentlich moderner gestaltet werden. So sei die Öffnung der Fassade durch eine Glasfront im Eingangsbereich geplant. Das Erscheinungsbild des Gebäudes soll zudem durch den Abbruch der Anbauten auf dem Dach beruhigt werden.

Bezüglich der Bauzeit geht Rau von sechs Monaten aus. Auch hinsichtlich der Einhaltung des Kostenplanes zeigt er sich im Hinblick auf die bereits vergebenen Ausschreibungen optimistisch. „Wir nehmen den engen Kostendeckel sehr ernst, alles wird unter Vorbehalt dieser Vorgaben vergeben“, sagt Rau. Bei Abweichungen seien deshalb in einigen Fällen auch Ausschreibungen wieder aufgehoben worden.

Rund 1,7 Millionen lässt sich Wittingen die Umgestaltung der Stadthalle kosten. EU-Fördergelder in Höhe von 160 000 Euro hat man aus dem Leader-Programm bezogen, weitere 34 000 Euro aus Bundesfördermitteln für die Modernisierung der Beleuchtung, erläuterte Günter Kruse, Leiter des Wirtschaftsamtes.

Von Steffen Schmidt

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