Polizei Wittingen geht neue Wege zur Entschärfung von Gefahren im Verkehr

Den Unfällen auf der Spur

Isenhagener Land. Wie kann die Zahl der Verkehrsunfälle mit schwerverletzten oder getöteten Personen verringert werden? Bei dieser Frage geht das Polizeikommissariat Wittingen neue Wege.

„Bislang haben wir uns nur die Statistik mit der Zahl und den Folgen von Unfällen angeschaut. Doch das Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer wurde dabei noch nicht so genau beleuchtet“, sagt Werner Sülflow, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Wittingen, im IK-Gespräch.

Das hat sich aber geändert: Im Rahmen der „Verkehrssicherheitsinitiative 2020“ richtet die Polizei Wittingen den Fokus jetzt wesentlich stärker auf die Frage, wie und warum Unfälle im Isenhagener Land entstehen. „Wir intensivieren unsere Ursachenforschung, gehen mehr auf die örtlichen Gegebenheiten ein und können nun gezielter darauf reagieren“, erklärt Sülflow.

Als Beispiel nennt er die Landesstraße 282 zwischen Wittingen und Waddekath. Die dortige Kreuzung mit der Kreisstraße 110 aus Richtung Rade ist eine besonders gefährliche Stelle im Isenhagener Land. „Dabei handelt es sich um einen Unfallschwerpunkt, vor allem aufgrund von Vorfahrtsverletzungen. 2011 hat sich dort ein Verkehrsunfall mit zwei Toten ereignet“, berichtet Sülflow.

Daraufhin hat die Polizei die Kreuzung genauer unter die Lupe genommen – und gehandelt: In diesem Bereich gilt inzwischen Tempo 70, zudem wurden mehrere Bäume gefällt. Damit fiel ein wesentlicher Gefahrenpunkt weg. Und diese Maßnahme zeigt laut Sülflow bereits Erfolge: „Wir hatten dort anschließend keinen nennenswerten Unfall mehr.“ Auch an mehreren anderen Stellen im Isenhagener Land seien die Straßen durch gezieltes Eingreifen sicherer für die Verkehrsteilnehmer geworden. Seite 3

Von Bernd Schossadowski

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