Überraschender Rücktritt

Die erste Vorsitzende der Wittinger Tafel, Steffi Mühlbach (M.), hier mit Schatzmeisterin Linde Nikolaizik, trat am Sonnabend überraschend von ihrem Amt zurück.

Wittingen - Von André Pohlmann. Die erste Vorsitzende der Wittinger Tafel, Steffi Mühlbach, trat am Sonnabend überraschend von ihrem Amt zurück. Der Grund für das plötzliche Ende ihres Engagements an der Spitze des wohltätigen Vereins ist ihre Gesundheit. „Ich fühle mich gesundheitlich nicht mehr in der Lage, mich mit voller Kraft für die Belange des Vereins einzusetzen“, erklärte die Waddekatherin gestern gegenüber dem IK. Ihr Amt übernehme vorläufig und kommissarisch Bernd Krispin aus Steinhorst.

Die Wittinger Tafel steht damit nach einem größeren Wechsel der Vorstandsposten im vergangenen Jahr wiederum vor einem personellen Umbruch. Mühlbach hatte die Führung des Vereins im April 2009 nach Querelen im Gründungsvorstand zunächst kommissarisch übernommen. Im Juni 2009 wurde sie von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt (das IK berichtete).

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die laut Vereinsrecht innerhalb von sechs Monaten einberufen werden müsse, stelle sich der zwischenzeitlich kommissarisch agierende Vorstand zur Wahl durch die Mitglieder, erläutert Krispin das weitere Verfahren. Zwischenzeitlich ist mit Krispin ein Vereinsmitglied mit Vorstandserfahrung an der Spitze. Der 60-jährige Frührentner ist seit einigen Monaten kommissarischer zweiter Vorsitzender der Wittinger Tafel. Ihm zur Seite steht ab sofort Christine Bührke aus Knesebeck als kommissarische zweite Vorsitzende. Krispin setzt auch weiterhin darauf, die Vorstandsarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen: „Ohne Team kann man so eine Tafel nicht leiten“, sagt der neue Tafel-Chef.

Sie bleibe natürlich weiterhin Mitglied des Vereins, betont Mühlbach gegenüber dem IK. „Mein Herz und meine Seele hängen an dem Verein“, sagt die scheidende Vorsitzende. Weiterhin stehe sie dem Vorstand wie auch den Bedürftigen, die regelmäßig die Unterstützung des gemeinnützigen Vereins in Anspruch nehmen, mit offenem Ohr beratend zur Seite. Den Anforderungen der Vorstandsarbeit fühle sie sich wegen eines erneuten Schubs einer schweren chronischen Erkrankung nun aber nicht mehr gewachsen. „Man muss als Vorsitzende hundertprozentig da sein – das geht nicht mehr“, so Mühlbach.

Erst kürzlich war die Wittinger Tafel mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die Öffentlichkeit gegangen. Sorgen bereiten dem Verein die steigenden Kosten für den Unterhalt der Ausgabestelle an der Achterstraße in Wittingen. Der neue Vorsitzende Krispin gibt sich im Gespräch mit dem IK zuversichtlich, die Tafel weiter erhalten zu können.

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