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Das Knesebecker Hallenbad soll offen bleiben

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Von: Holger Boden

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Der Blick fällt auf die Außenfassade des Knesebecker Hallenbades mit ihren Fenstern.
Die Stadt will das Knesebecker Hallenbad in diesem Winter bislang offenhalten. © Boden, Holger

Wittingen – Wie und wo will die Stadt Wittingen angesichts der drohenden Gas-Knappheit Energie sparen? Ein fertiges Konzept gibt es noch nicht, erste Antworten aber schon, wie Stadtbürgermeister Andreas Ritter am Montagabend dem Stadtrat berichtete.

Eine erste Maßnahme ist beschlossene Sache: Die Straßenbeleuchtung wird im ganzen Stadtgebiet nachts eine Stunde früher ausgeschaltet. Statt wie bisher um 0.30 Uhr werden die Laternen nun um 23.30 Uhr dunkel. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht, der Verwaltungsausschuss hat zwischenzeitlich einen Beschluss dazu gefasst. Der sieht allerdings nicht vor, dass die Straßenlampen – wie ursprünglich von der CDU gefordert – am frühen Morgen auch später eingeschaltet werden. Davon sei Abstand genommen worden, weil man sonst Einschränkungen für den Schulweg und andere frühmorgendliche Nutzer sehe, berichtet Ritter.

Weitere denkbare Maßnahmen – die bisher nicht Beschlusslage sind – stehen zur Diskussion und sind Ausfluss einer ersten Sitzung des städtischen Energiespar-Arbeitskreises, der Mitte Juli erstmal tagte:

• Gebäude: Die Stadt verfügt über etwa 75 Objekte, die Verwaltung will diese auf Optimierungen und Einsparpotenziale bei den Heizsystemen untersuchen lassen. Laut Ritter bedient man sich da mehrerer Fachfirmen, zudem wird man bei der ansonsten sehr zeitaufwändigen Betrachtung wohl auch Prioritäten setzen. So sind bei einer selten genutzten Friedhofskapelle kaum größere Sparpotenziale zu heben, anders sieht es freilich bei Schulgebäuden oder dem Rathaus aus.

• Bürotemperaturen: In der Frage der Temperaturen in den Rathaus-Büros und in öffentlichen Gebäuden verweist Ritter darauf, dass der Gesetzgeber dazu klare Vorschriften plant. Die Stadt werde da also nichts zu entscheiden haben.

• Hallenbad: Der Umgang mit der Knesebecker Schwimmhalle ist vom Arbeitskreis diskutiert worden, endgültige Entscheidungen sind bisher nicht getroffen worden. „Eine Schließung ist kein Thema“, sagt Ritter. Ob die Wassertemperatur runtergeregelt wird, ist noch offen, dazu sollen auch noch Gespräche mit Betroffenen wie der Rheuma-Liga geführt werden. So ist auch deren Warmbadetag vorerst nicht gestrichen.

• Sitzungen: Damit für Sitzungen der Fachausschüsse die große Stadthalle nicht beheizt werden muss, sollen diese weitgehend wieder ins Rathaus zurückverlegt werden, das ist im Prinzip schon klar. Wegen der Pandemie fanden sie zuletzt in der Stadthalle statt, um mehr Abstand gewährleisten zu können. Man geht aber davon aus, dass das bei den recht kleinen Ausschüssen und den meist überschaubaren Zuhörerzahlen in den meisten Fällen auch im Ratssaal darstellbar ist.

Das Ganze werde Politik und Verwaltung vorerst „weiter beschäftigen“, meint Ritter. Die endgültigen Beschlüsse zum Energiesparen werde wohl der Verwaltungsausschuss fällen, so der Rathauschef. In den Stadtrat (der am 22. September das nächste Mal tagt) müsse man das Thema nach seiner Einschätzung nicht geben.

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