1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Wittingen

Endlich wieder „Full Pull“ in Hagen-Mahnburg

Erstellt:

Von: Burkhard Ohse

Kommentare

Trecker-Treck in Hagen-Mahnburg.
Endlich wieder Full Pull bei Hagen-Mahnburg: Der Ferguson (l.) zog den Bremswagen in Position. © Ohse, Burkhard

Hagen-Mahnburg – Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause ratterte und knatterte es wieder und der Zuspruch zum Trecker-Treck bei Hagen-Mahnburg war größer als vor der Pandemie, sowohl von den Gästen als auch von den Teilnehmern her: 73 Anmeldungen registrierten die Trecker-Treck-Freunde um den Vorsitzenden von Full Pull, Carsten Dammann und seinen Stellvertreter Jan-Hendrik Kahrens.

Die saßen am Samstag gemütlich auf dem Gummiwagen, hatten so die Übersicht, moderierten, kündigten an, riefen zum Start auf und verlasen zu jeder passenden Gelegenheit eine frivole Bauernweisheit. Schon das Erscheinen eines Sponsors reichte dafür aus. Auch die Modelle wurden genannt. „Ein 1970er Deutz 4006 mit 35 PS aus Brome“, hieß es zum Beispiel. Auf dem Trail am Sportplatz ächzten derweil die Schlepper, um das Gewicht der Trecker-Treck-Freunde aus Grußendorf möglichst weit zu ziehen. Die Eigen-Konstruktion, die während des Zugs durch Gewichtverlagerung immer größeren Widerstand leistete, hatte die Grußendorfer Assistenten mit an Bord, die aufpassten, kuppelten und gefühlt unzählige Male dieselbe Strecke mitfuhren.

Dabei war auch der Chef Thomas Unger. „An seinem 24. Hochzeitstag“, merkte Dammann an. „Aber die Anwesenheit hier ist Pflicht.“ Schlepper um Schlepper furchte die Strecke entlang, die zuvor von einem Radlader wieder plan gemacht worden war. Das Spektakel war gleichzeitig auch eine Schlepperhistorie. Sogar ein alter Lanz Bulldog war am Start. „Unverwüstlich, er pöttert und pöttert“, meinte Dammann. Nicht alle Fahrzeuge schafften dabei den „Full Pull“, die volle Strecke. Wichtig war der Grip, denn reichlich Pferdestärken hatten alle.

Doch wenn die Räder durchdrehten, ging es eben nicht mehr weiter. Trecker-Doping in Form von Anschrauben schwerer Zusatz-Gewichte an die Hinterräder, sonst ein beliebter Trick, war untersagt. In sechs Kassen traten die Teilnehmer mit ihren Gefährten an, unterteilt vor allem nach PS. Zudem kamen zwei Klassen für Gespanne hinzu, die dann mit vereinten Kräften zogen. Die Zuschauer genossen das Spektakel, staunten, fachsimpelten oder schauten einfach nur zu. Das galt auch für die Trecker-Parade.

Dank gab es von den Veranstaltern nicht nur für die Sponsoren, die Trecker zum Zurückziehen, Radlader und weiteres Equipment stellten sowie für den Grundstückseigner, sondern auch an die Mitglieder des Sportvereins. Die standen am Ausschank. Die Strecke musste übrigens vorher gewässert werden. Auch wenn es sonst fast überall geregnet hatte, hier war alles trocken geblieben.

Auch interessant

Kommentare