Toter Matrose bei Vorhop geborgen

+
Kanalkilometer 30: In der langgezogenen Kurve bei Vorhop wurde gestern der leblose Körper des Matrosen gefunden.

bo Vorhop. Ein polnischer Matrose ist im Elbe-Seitenkanal von einem Schiff gefallen und ertrunken. Die Gifhorner Polizei bestätigte gestern den Tod des 42-Jährigen, der seit Freitag vermisst worden war.

Besatzungsmitglieder eines Schiffes des Wasser- und Schifffahrtsamtes Braunschweig entdeckten den leblosen Körper des Mannes gestern früh gegen 7 Uhr bei Kanalkilometer 30 in der Nähe von Vorhop im Wasser und alarmierten die Polizei.

Der Leichnam wurde gestern Mittag in der rechtsmedizinischen Abteilung der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert. Erste Ermittlungen ergaben nach Polizeiangaben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Der Matrose ging demnach offensichtlich unbemerkt über Bord und zog sich beim Sturz erhebliche Kopfverletzungen zu. Wegen dieser Blessuren, so die Annahme der Polizei, verlor der 42-Jährige das Bewusstsein und ertrank. Er stand zum Zeitpunkt des tragischen Unfalls weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss.

Stürze vom Schiff gelten im Elbe-Seitenkanal als lebensgefährlich, weil in Schiffsnähe starke Verwirbelungen auftreten. Der 85 Meter lange Binnenfrachter mit 2,80 Meter Tiefgang (Baujahr 1964) hatte 1000 Tonnen Sojaschrot an Bord.

Das Fehlen des Matrosen war auf dem Schiff einer deutschen Reederei aus Buxtehude nicht sofort bemerkt worden. Bis zu dem traurigen Fund gestern Morgen war nur klar gewesen, dass das Unglück sich irgendwo zwischen Wittingen und Wedelheine ereignet haben musste. Die Wasserschutzpolizei hatte am Wochenende den 45 Kilometer langen Abschnitt abgesucht. Taucher waren wegen der ungenauen Lokalisierung nicht im Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare