Bilanz der Aktion „Sauberer Landkreis“: Groß Oesingen mit dem zweithöchsten Orts-Ergebnis

34 Tonnen Müll im Kreisgebiet

Landrat Dr. Andreas Ebel (l.) und Vertreter einiger Vereine zogen gestern ein positives Fazit zur Müllsammelaktion. Foto: Ohse
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Landrat Dr. Andreas Ebel (l.) und Vertreter einiger Vereine zogen gestern ein positives Fazit zur Müllsammelaktion.

Landkreis Gifhorn. Ein „voller Erfolg“ war die Aktion „Sauberer Landkreis“ aus Sicht von Landrat Dr. Andreas Ebel. Mit knapp 20 Tonnen Müll war bei der Sammelaktion am 4. März gerechnet worden, 34 Tonnen kamen am Ende zusammen.

Beim Landkreis registriert man zudem erfreut die große Beteiligung von geschätzt mehr als 2000 Bürgern in 67 Ortschaften.

„Das sind zwei Drittel aller Orte im Landkreis“, sagt Ebel. „Einen so großen Erfolg haben wir nicht erwartet. Für den ersten Aufschlag ist das prima.“ Dennoch sei es das Ziel, im kommenden Jahr noch mehr Freiwillige für die Aktion zu gewinnen, die 2018 wieder für Anfang März terminiert werden soll. Auf diesen Termin hatte man sich in der Vorbesprechung mit einigen Verbänden und Institutionen mit Rücksicht etwa auf Brut- und Setzzeiten oder Laubfreiheit geeinigt.

Lothar Uhde, Vorsitzender der Koordinationsstelle für Umwelt und Naturschutz (Konu), warf gestern beim Bilanzgespräch noch einen anderen Blick auf die Aktion und die gesammelte Abfallmenge: „Umso trauriger ist es, dass so viel Müll überhaupt in der Umwelt vorhanden war.“ Auch Uhde will beim nächsten Mal „noch mehr“ Vereine, die teilweise eigene Sammelaktionen im Kalender haben, motivieren.

Spitzenreiter beim Müllsammelergebnis war Dannenbüttel. Dort schickte Ortsbürgermeister Horst Loos acht Gruppen in die Gemarkung, Kreisrat Detlev Loos sammelte dort ebenfalls mit. 2,12 Tonnen Müll kamen dort zusammen, gab Detlev Loos bekannt. Auf Rang zwei folgte Groß Oesingen, wo man 1,48 Tonnen Müll fand. In Schönewörde war eine der größten prozentualen Beteiligungen. Dort sammelten mit 85 Freiwilligen rund ein Zehntel der Einwohner mit.

Zum Vergleich berichtete Detlev Loos, dass im Jahr 2015 insgesamt 34,68 Tonnen Müll gesammelt worden waren, im Jahr davor 28,92 Tonnen. „Diese Mengen haben wir diesmal innerhalb von nur drei Stunden zusammengebracht.“ Dank sagte Ebel auch dem Entsorger Remondis, der 38 Container abfuhr und dazu noch Sondermüll extra abholte. Denn auch Kanister wurden gefunden.

Insgesamt sah der Landrat sein Ziel erreicht. „Es sollten möglichst viele Bürger losgehen, in Kontakt kommen und etwas Gutes für die Umwelt gemacht werden“, sagte er. Etliche Vertreter beteiligter Vereine und Verbände kündigten an, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Dazu gehört auch eine Gruppe von Geocachern, die mit 120 Beteiligten – zum Teil aus Hildesheim, Celle, Hannover und Salzwedel – mit dabei war.

Und dann gab es noch den finanziellen Aspekt. Die Sparkasse hatte zuvor angekündigt, pro Tonne Müll 100 Euro bereitzustellen. Die nun zusammengekommenen 3400 Euro sollen, wie Ebel sagte, der Hospizstiftung zugutekommen.

Überschattet wurde der Sammeltag am 4. März vom Fund des toten Säuglings in Knesebeck. „Da laufen sämtliche Ermittlungen, und es gibt offensichtlich schon vielversprechende Informationen“, sagte Ebel, der selbst in seinem Heimatort Steinhorst mitsammelte.

Von Burkhard Ohse

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