Wittingen: Schultüten für Kinder aus bedürftigen Familien

Toller Schul-Start dank Tafel

Bei den acht Kindern sorgte die Aktion der Wittinger Tafel für große Freude. Foto: Könecke

Wittingen. Die Einschulung – für die meisten Kinder einer der wichtigsten Tage überhaupt. Doch nicht alle Eltern sind in der Lage, ihren Kindern zum Schulstart all die Geschenke zu bieten, die andere zu diesem Anlass gemeinhin bekommen.

Schulranzen, Bücher, Hefte und Stifte, Tuschkasten und Turnbeutel strapazieren das Budget von arbeitslosen, bedürftigen Eltern enorm. Aus diesem Grund rief die Wittinger Tafel gestern erstmals zu einer Feierstunde für Einschulkinder aus weniger gut gestellten Familien auf und verteilte selbstgebastelte Schultüten mit allerlei Inhalt.

Acht Kinder kamen in die Räumlichkeiten an der Achterstraße. „Ich habe mich sehr gefreut. Am besten hat mir das Frühstück gefallen“, erklärte Angelina Koch. Die Sechsjährige aus Wittingen wird am Samstag eingeschult und freut sich schon sehr.

„Wir wünschen euch von Herzen einen guten Start ins Schulleben und möchten euch dabei unterstützen“, erklärte Laura Osterloh, Vorsitzende der Wittinger Tafel. Nach dem gemeinsamen Frühstück gab es bunte Schultüten, anschließend malten die Kinder Bilder von ihrer Grundschule, und zum Abschluss wurde gemeinsam gegrillt.

„Die Eltern sind sehr dankbar für dieses Angebot. Die Resonanz ist toll, und im nächsten Jahr werden wir sicherlich noch mehr Kinder hier haben“, sagte Osterloh. Frank Weber von der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg fand die Feierstunde eine „klasse Aktion“ und überreichte einen Scheck über 150 Euro, damit die Aktion 2012 erneut stattfinden kann.

Klaus Schneck war in seiner Funktion als DGB-Kreisvorsitzender ebenfalls vor Ort. „Es ist ein großer Tag für euer Leben“, gab er den Kindern mit auf den Weg.

Schneck und Osterloh lag eine Sache besonders am Herzen: Den Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe, den alle bedürftigen Eltern stellen können und sollten, hatten sie gleich für alle anwesenden Eltern mitgebracht. Diese Fördergelder sind dafür gedacht, dass bedürftige Eltern ihre Kinder an Schulaktivitäten und dem Vereinsleben teilhaben lassen können. „Es ist wichtig, dass die Kinder nicht ausgeschlossen werden“, betonte Osterloh.

Da der Antrag seine Tücken hat und äußerst schwer auszufüllen ist, gab es laut Schneck im vergangenen Jahr kaum Auslastung des bereitgestellten Budgets. Beim Ausfüllen gab Osterloh noch vor Ort Hilfestellung, um den neuen Schulkindern eine möglichst sorgenfreie Schulzeit zu ermöglichen.

Sachspenden für die Schultüten bekam die Wittinger Tafel von einigen Geschäften aus dem Nordkreis, die Schultüten bastelte Osterlohs Schwester.

Von Jessica Könecke

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