„Toll und atemberaubend“

Das große Finale aller Akteure in der Wittinger Stadthalle: „Hey, das geht ab.“

Wittingen - Von Jürgen Kayser. „Sportlich-spritzig, ideenreich und perfekt choreographiert“ – so war sie, die Show. Toll und atemberaubend“, lobten Insider am Pfingstmontag in der Stadthalle. Was nicht zu übersehen war: Oben auf der Bühne zogen die versierten Kulturmacher der Wittinger Schützenkompanien ein Feuerwerk ab, und unten in der Halle ließen sich die Gäste von den musikalischen und tänzerischen „Krachern“ regelrecht mitreißen.

„Die Halle ist fast voll, jetzt wird es lustig“, hatten Hanns Winkelmann und Jürgen Schramm, die die Show zur feinen Bühnenfassung gefeilt hatten, nicht zu viel versprochen.

Als das Schützenessen in der Stadthalle in seine turbulente und farbige Phase überging, da schunkelte die Menge schon fröhlich – angeheizt von den Original Fulauer Blasmusikanten. Später kochte der Saal. Tenor dort: „Hey, das geht ab.“

Dieser Hit, mit dem sich die fünfte Kompanie und die Fans auf der Bühne „austobten“, sollte später zum Finalgesang avancieren. Alle Mitwirkenden winkten von der Bühne – ein schönes Bild.

Was eine Schützenkönigin alles können muss? – Majestät Petra Breitmann eröffnete die Show. Mutterseelenallein stand sie auf der Bühne und sang solo und live: „Nur Geträumt“ („Ich bin so allein“) von Nena. Und sie legte den Song „99 Luftballons“ nach. Mit verblüffend echter „Nena-Stimme“ – kein Playback. Elf Minuten dauerte ihr überzeugender Auftritt.

Die zweite Kompanie trumpfte mit dem Evergreen „Moskau“ (Dschingis Khan, 1979) auf, den Thorsten Meyer und Mitsänger täuschend echt kostümiert und choreografisch beeindruckend auf die Bühne brachten.

So ging es Schlag auf Schlag: Die Jungschützen tanzten „Wie macht die bunte Kuh?“ und die vierte Kompanie kam klassisch und komisch daher mit dem „Tanz der Schwäne“.

„Hamburger Szenen“ hatte Hanns Winkelmann den Beitrag der zweiten Damenkompanie mit Jürgen Schramm als „Solisten“ genannt.

Die Lieder, die von der „Lady Two“ aus der Konserve ertönten, waren Stimmungsmacher par Excellence: Das Publikum war voll mit dabei, es fühlte sich mitgenommen auf die Reise durch die Schlager- und Melodienseeligkeit von vor vielen Jahrzehnten: Von „Ick heff mol a Hamborger Veermaster sehn“ bis hin zum Klassiker „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ – war alles dabei.

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