Tiere drehen bei Hitze durch

Wassermangel: Rinder und Pferde bei Wittingen ausgebrochen

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Weidetiere benötigen bei den heißen Temperaturen genügend Wasser und einen Sonnenschutz.

Wittingen. Die aktuellen hochsommerlichen Temperaturen sind nicht nur für den Menschen schweißtreibend und kräftezehrend. Auch viele Tiere brauchen bei der Hitze Abkühlung und ausreichend Wasser.

Der Tierschutz Isenhagener Land berichtet nun, dass einige Rinder und Pferde im Wittinger Umland wegen Hitze und Wassermangel in mehreren Tränken aus ihrem Weidegelände ausgebrochen sind.

Dabei habe auch der Stromzaun die Tiere nicht aufhalten können. Und das sei in dieser Zeit keine Seltenheit. „Einmal pro Woche bekommen wir einen Anruf, dass Weidetiere ausgebrochen sind“, berichtet Petra Paeger, Vorsitzende des Tierschutzes. Die Tiere würden vor allem durchgehen, weil sie ohne genügend Wasser und Frischfutter in eine Stresssituation geraten. Dabei würden dann Kräfte freigesetzt, denen auch der Zaun nicht standhalten könne.

Dem Landvolk-Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg seien die Fälle nicht bekannt, erklärt der Vorsitzende, Joachim Zeidler, auf IK-Nachfrage. „Jeder Weidetierhalter muss seiner Versorgungspflicht nachgehen“, sagt er. Deswegen seien die Halter dazu aufgefordert, genügend Wasser für die Tiere bereitzustellen und regelmäßig zu überprüfen, ob die Anlagen auf den Weiden funktionieren.

Rund 30 Liter benötige ein Tier bei den heißen Temperaturen, ergänzt auch Paeger, die ebenfalls empfiehlt, den Tieren genügend Sonnenschutz in Form von Bäumen, Hütten oder anderen Provisorien zu bieten.

Entdecken Passanten und Autofahrer freilaufende Tiere, dann sollten sie, so Paeger, Abstand halten und unmittelbar die Polizei alarmieren. Dies bestätigt auch Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn. „Wir können dann den Tierhalter ermitteln und Bescheid geben“, erklärt er. Auf den nachlässigen Tierhalter selbst werde dann unter Umständen ein Ordnungsgeld zukommen.

Von Ann-Cathrin Brey

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