Mehr als 1000 Besucher erleben buntes Programm beim Lübener Kartoffelmarkt

Teresa Kröger ist neue Königin

Alte Maschinen im Einsatz: Wie anstrengend die Kartoffellese ist, erfuhren die zahlreichen Zuschauer bei dieser Vorführung. Fotos (5): Glasow

Lüben. Bei sommerlichen Temperaturen unter vielen fröhlichen Besuchern wurde jetzt mit der 18-jährigen Teresa Kröger aus Radenbeck eine neue Kartoffelkönigin auf dem Lübener Kartoffelmarkt gekrönt.

Sie wird nunmehr zwei Jahre das Zepter in der Hand haben und darf das 1987 zum schönsten Dorf Deutschlands ernannte Lüben bei allen öffentlichen Anlässen vertreten.

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Buntes Programm beim Kartoffelmarkt

Buntes Programm beim Kartoffelmarkt

Zuvor hatte sich die bis dahin amtierende Kartoffelkönigin Catharina Cordes aus Stöcken bei der Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung historischer land- und hauswirtschaftlicher Maschinen und Geräte im Landkreis Gifhorn, Marianne Wolter, für die erlebnisreichen zwei Regentschaftsjahre bedankt.

Moderator Wilfried Wolter und Ehefrau Marianne hatten das Geheimnis um die neue Königin bis zuletzt gut gehütet. Auf die Frage, woher der Verein in Lüben immer so attraktive junge Damen hernehme, antwortete Wolter: „Die wachsen hier in unserer schönen Landschaft.“

Der 1987 gegründete Verein eröffnete 1995 das Museum im Dorf und ist seitdem auch eine touristische Attraktion im Landkreis Gifhorn. Und so waren jetzt auch alle Türen und Tore des Museums zur kostenlosen Besichtigung geöffnet.

Das Rahmenprogramm im Ort konnte sich sehen lassen. Schon vor der offiziellen Eröffnung brachte „Schere‘s Crew“ die Besucher in Stimmung. Und so begrüßte Marianne Wolter auch viele Gäste aus Wirtschaft und Politik. Ludwig Meyer von der Norika-Kartoffelzucht präsentierte Informationen rund um die Knolle. „Die Zucht einer neuen Kartoffelsorte dauert fünf Jahre“, erklärte er. Wer den Geschmack des Ackergoldes probieren wollte, hatte an mehreren Ständen Gelegenheit, Folienkartoffeln, Kartoffelpuffer, Pommes frites und Bratkartoffeln mit Beilagen zu verkosten.

Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos die Kartoffelernte, die etliche Schaulustige zum Acker am Ortsrand lockte. Moderator Wilfried Wolter: „Vor 250 Jahren führte Friedrich der Große die Kartoffel aus Amerika in Preußen ein, um die hungernde Bevölkerung satt zu bekommen. Seitdem hat die Feldfrucht ihren Siegeszug um die ganze Welt fortgesetzt.“

Und so zeigten die Bäuerinnen aus Lüben, wie früher bei harter Feldarbeit gerodet und geerntet wurde. Die jungen Pfadfinder der Gruppe Eichhörnchen sammelten die Knollen fleißig ein. Während eine Bäuerin stöhnte: „Mir tut schon der Rücken weh“, sorgte Traktorfahrer Walter Schulze für den Einsatz landwirtschaftlicher Geräte.

Im Programm durfte natürlich auch der Auftritt der Emmener Kartoffelsäcke nicht fehlen, die mit ihren Tanzeinlagen die Lacher auf ihrer Seite haben. Mit Spannung wurde dann der Ausgang des Kartoffelschäl-Wettbewerbes erwartet. Elfriede Brunhöfer aus Wittingen gewann zwei von der LSW gestiftete VIP-Karten für ein Heimspiel des VfL Wolfsburg in der VW-Arena.

Imker, Ornitologen, Töpfer, Weber und Spinnerinnen im Museum sorgten für Bewunderung. Der Kartoffelmarkt in Lüben findet zwar nur alle zwei Jahre statt, zwischenzeitlich bietet der Ort mit Museumsfest, Tag des Apfels mit Pflanzaktion, Schlachtefest und Schützenfest viele Gelegenheiten, das schöne Dorf zu besuchen.

Weitere Fotos vom Lübener Kartoffelmarkt finden Sie im Internet unter:

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