Tendenz: weiße Weihnacht

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Idyllisch präsentiert sich das Kloser Isenhagen: Möglicherweise stapfen die Gottesdienstbesucher an den Weihnachtstagen durch eine Schneedecke. Große Chancen sieht IK-Wetterfrosch auf eine weiße Weihnacht.

Isenhagener Land. – Von Reinhard Zakrzewski. Romantisch-weiße oder trüb-graue Weihnachten? Sechs Tage vor Heiligabend lässt sich die Natur dem Fest noch nicht so ganz in die Karten schauen. Sicher ist, dass das vierte Advents-Wochenende streng winterlich bleibt. Am Montag sorgt ein Tief aus Südwesten dann für eine deutliche Milderung und – je nach Zugbahn – für Schnee- oder Regenfälle mit leichtem Tauwetter.

Danach soll es nach den Prognosen der meisten Wettermodelle mit den Temperaturen – unter Hochdruckeinfluss – bis zum zweiten Weihnachtstag wieder in den Frostbereich gehen. Es gibt aber auch Signale für einen Durchmarsch von Tauwetter genau zu den Feiertagen. Insgesamt überwiegt fürs Isenhagener Land derzeit mit etwa 70 Prozent die Tendenz zu stimmungsvoll weißen Weihnachten, zumindest mit dem Restschnee dieser Tage.

Schaut man in die Wetterstatistiken, dann ist im norddeutschen Flachland durchschnittlich nur ein- bis zweimal in zehn Jahren mit einem komplett verschneiten Christfest zu rechnen. Leicht angezuckert sind einzelne Feiertage allerdings etwas häufiger. Hintergrund dieser traurigen Bilanz ist das ungeliebte Weihnachtstauwetter, das sich durch den Vorstoß milder atlantischer Luftmassen in acht von zehn Jahren zwischen dem 24. und 28. Dezember einstellt. Streng meteorologisch gesehen gilt als weiße Weihnacht, wenn vom 24. bis 26. Dezember jeweils um 7 Uhr morgens eine geschlossene Schneedecke von mindestens einem Zentimeter Höhe liegt.

Mit dem Schlitten vorfahren konnte der Weihnachtsmann zuletzt im vergangenen Jahr, als nach bitterer Kälte kurz vor den Festtagen der Schnee am Heiligabend in Wittingen acht Zentimeter hoch lag. Durch das dann einsetzende Weihnachtstauwetter, schmolz die weiße Pracht bis zum Zweitfeiertag komplett dahin.

Gestern bescherten derweil Eis und Schnee den Schülern in Stadt und Landkreis den ersten kompletten Schulausfall in diesem Jahr. Denn vielerorts war nicht einmal der Weg zur Haltestelle ohne Risiko.

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