Tempo 20 in der Innenstadt soll her

Geht es nach dem Landkreis Gifhorn, dann hat die Spielstraße bald ausgespielt – die Wittinger Innenstadt wird dann „schneller“. Archivfoto: Boden

Wittingen. Nicht jeder in der Stadt Wittingen dürfte mit dem Ergebnis der Verkehrsschau zufrieden sein, zu der letzte Woche Vertreter von Polizei, Landkreis und ADAC angereist waren. Nach Angaben von Rathausmitarbeiter Sven Zaft, der als Vertreter der Stadt die Bereisung mitmachte, wird nur bei einer der Ortstafeln, die vor zwei Jahren versetzt wurden, der Standort nochmal überprüft.

Dieses Ortsschild steht in Suderwittingen, an der Ortsausfahrt Richtung Ohrdorf. Am neuen Standort hatte es viel Kritik aus dem Ort gegeben, Bürger fürchten um die Verkehrssicherheit. Wie in diesem Fall, so hatte das Versetzen von Ortstafeln durch den Landkreis Gifhorn den „Schilderstreit“ auch ins Wittinger Stadtgebiet getragen.

Doch an dem nun geschaffen Status quo wird der Landkreis wohl nicht mehr viel ändern. Zaft sagte, in Kakerbeck solle die Ortstafel in Richtung Hagen/Mahnburg am jetzigen Standort bleiben. Eine weitere soll hinzukommen und am so genannten „Berliner Ring“ signalisieren, dass man sich dort ebenfalls in einer Ortschaft befindet – bislang konnte man auf die Idee kommen, dass dort Tempo 100 erlaubt ist.

Auch in Stöcken bleiben die gelben Ortsschilder, wo sie sind. Laut Zaft überlegt man beim Landkreis, eventuell am Kinderheim eine Tempo-70-Zone mit dem Zusatzschild „Achtung Kinder“ einzurichten. Das Kinderheim war durch die Versetzung der Ortstafeln plötzlich in den Außenbereich geraten.

In der Wittinger Innenstadt pocht der Landkreis nach Zafts Angaben nun darauf, die schon vor Jahren angeordnete Tempo-20-Zone einzurichten. Auch hieran hatte es Kritik gegeben, die Stadt hatte sich dafür stark gemacht, die Spielstraße beizubehalten. Das Verkehrsamt des Landkreises wollte dies nicht. Der Zebrastreifen an der Junkerstraße, den der Landkreis vor zwei Jahren per Dekret entfernen lassen wollte, war laut Zaft bei der Bereisung kein Thema mehr.

Angesprochen wurden auch die im Rahmen des QiN-Prozesses geplanten Veränderungen bei der Verkehrsführung. Hier habe es Signale gegeben, dass eine Umkehrung der Einbahnstraße am Gänsemarkt grundsätzlich genehmigt werden könnte. Allerdings sollen Nägel mit Köpfen erst nach einem weiteren gesonderten Ortstermin gemacht werden.

Für eine Ampel an der Knesebecker Hauptkreuzung soll erst noch eine weitere Verkehrszählung anberaumt werden. Anfragen aus mehreren Ortschaften, im Zuge von Landes- und Bundesstraßen in ihren Ortsdurchfahrten Tempo 30 einzurichten, wurden – wenig überraschend – abschlägig beschieden.

Von Holger Boden

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