Sönke Neubauer setzt als neuer Kirchenkreisjugendwart auf zeitgemäße Ansätze

Teamarbeit und Erlebnisse

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Sönke Neubauer will die evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis voranbringen.

Wittingen/Wolfsburg. Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen hat nach zwei Jahren Vakanz wieder einen Kirchenkreisjugendwart. Sönke Neubauer hat am 1. November seinen Dienst aufgenommen.

Zu seinen Hauptzielen gehört es, auch im Nordkreis viele ehrenamtliche Multiplikatoren für die kirchliche Jugendarbeit zu gewinnen und zu schulen.

Neubauer stammt ursprünglich aus Hannover und hatte zunächst Tischler gelernt. Nach viel ehrenamtlicher Arbeit im kirchlichen Bereich entschloss er sich, dieses Engagement zum Beruf zu machen. Neubauer wurde Diakon. Der heute 48-Jährige kennt die Pfadfinderarbeit und die offene Jugendarbeit und als ehemaliger Leiter eines Jugendzentrums in Hofgeismar auch die administrative Seite. Per Zusatzausbildung hat er sich zum Erlebnispädagogen qualifiziert.

Kenntnisse, die ihm sehr wichtig sind, denn: „Die Zeiten mit Gesprächsrunde und Gitarre sind vorbei.“ Heutzutage müsse man Jugendliche anders „abholen“, gerade auch in der kirchlichen Jugendarbeit. Die Einbindung moderner Medien ist für Neubauer dabei genauso wichtig und zielführend wie eine Erlebnispädagogik, bei der aktive Team-Erfahrungen möglich sind. Ganz in diesem Sinne will der 48-Jährige im Sommer 2016 auch eine Südfrankreich-Freizeit anbieten, mit Höhlenklettern, Canyoning und Wildwasserfahren.

Dass bei der kirchlichen Jugendarbeit – oder bei der Resonanz auf ihre Angebote – in manchen Gemeinden Luft nach oben ist, ist ein offenes Geheimnis. Neubauers Aufgabe ist es nicht, in dem riesigen Bereich zwischen Sprakensehl und dem Wolfsburger Süden selbst Jugendgruppen zu leiten – er will vielmehr Know-how, Ideen und Material beisteuern, um jungen Menschen zu ermöglichen, ihren Weg zum und mit dem christlichen Glauben zu finden. Essenziell findet er dabei die Förderung Jugendlicher beim Erwerb von Jugendleiter-Qualifikationen. Praxisorientiert soll das ablaufen, angefangen beim Fahrsicherheitstraining mit Kleinbussen (für volljährige „Teamer“) bis hin zur Ersten Hilfe und dem richtigen Verhalten in Krisensituationen. Neubauer, der privat auch weiterhin als Selbstständiger im Bereich der Erlebnispädagogik agiert (www.erleben.name.de), ist besonders gespannt auf den Kontrast zwischen der Arbeit im eher urbanen Wolfsburg und im ländlichen Isenhagener Land. „Ich habe Lust auf diese Aufgabe hier und denke, dass man einiges bewegen kann“, sagt Neubauer, der in Wittingen wohnen wird. Letztlich ist er auch deshalb in den Kirchenkreis gekommen, weil er über Taizé-Fahrten Kontakte in den Gifhorner Nordkreis aufgebaut hatte. Sein Büro wird angesichts der großen zu betreuenden Fläche oft der Laptop sein, einen Schreibtisch im Spittahaus hat Neubauer aber auch. Und nicht alles soll neu werden in der Jugendarbeit des Kirchenkreises: „Den Konfi-Cup und das Konfi-Camp wird es weiter geben.“ Am 10. Januar wird Neubauer in der Detmeroder Kirche offiziell in sein Amt eingeführt.

Von Holger Boden

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