Momentane Räumlichkeiten in Wittingen zu klein / Sozialausschuss will helfen

Tafel sucht neues Domizil

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Die Räumlichkeiten der Wittinger Tafel an der Kleinen Wallstraße sind zu klein, die Beheizung ist schwierig.

Wittingen. Mit schier unüberwindlichen räumlichen Hindernissen kämpfen die Verantwortlichen und die Mitarbeiter der Wittinger Tafel in ihrem viel zu beengt gewordenen Domizil in der Kleinen Wallstraße.

Vorsitzende Laura Osterloh wandte sich daher an den Sozialausschuss der Stadt Wittingen.

Das berichtete die Vereinsvorsitzende, Laura Osterloh, in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Integration am Dienstag im Rathaus. Mit Stand 20. Juni wies die Statistik 1022 Bedürftige und Flüchtlinge aus, erklärte Osterloh, und es würden mit jedem Ausgabetag am Dienstag und Freitag mehr. Allein am Berichtstag habe es 18 Neuanmeldungen gegeben.

Vor allem die Lagermöglichkeiten seien sehr beschränkt. Hinzu komme, dass die Menschen vor dem Haus auf offener Straße stehen müssten, um versorgt zu werden. Das sei menschenunwürdig, betonte die Vorsitzende. Im IK-Gespräch ergänzte sie: „Wir haben nicht die Möglichkeit, Besucher vor der Ausgabe ins Haus zu lassen, weil das den Ablauf dort wegen der Enge erheblich beeinträchtigt.“ Im Winter reiche die Heizung wegen der geringen Zahl an Heizkörpern bei weitem nicht aus. Deshalb habe man einen zusätzlichen Ofen in Betrieb genommen, der jedoch den Sauerstoff in der Luft ausdünnt, weshalb alle paar Minuten die Fenster geöffnet werden müssten.

Osterloh: „Als die Wittinger Tafel 2007 gegründet wurde, waren die Räume bestens geeignet.“ Doch der jetzigen Nachfrage seien sie nicht mehr gewachsen. Die Tafel-Vorsitzende hat auch ein Objekt ausgemacht, das bestens geeignet wäre: Die Räume des ehemaligen Edeka-Marktes an der Junkerstraße böten große Lagerflächen, Kühlmöglichkeiten und genügend Raum für die Ausgabe. Obwohl das Objekt zentral liege, könnten die Bedürftigen sich auf der Rückseite anstellen oder bereits vor der Ausgabe hereingebeten werden.

Rasch wurde im Ausschuss aber klar, dass das Gebäude nicht verfügbar ist. Auch Erster Stadtrat Peter Rothe betonte, dass die Gemeinde keinen Zugriff auf das Objekt habe. Deshalb gab es Überlegungen im Gremium, sich nach anderen Möglichkeiten umzuschauen. Das Ladenlokal in der Nähe des Funkturmes sei auch vergeben, befand man, und das ehemalige Aldi-Haus komme ebenso wenig infrage. Ob sie sich etwas vorstellen könne, wurde Osterloh gefragt. Sie antwortete: „Eine größere Halle könnte für unsere Bedürfnisse ausgebaut und mit Kühlzellen versehen werden.“

Die Vorsitzende des Ausschusses, Sabine Thielk-Bode, wandte sich an die Mitglieder des Ausschusses und des gesamten Rates mit der Bitte, Ausschau nach Objekten zu halten, die für eine vernünftige Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der Wittinger Tafel infrage kämen.

Von Horst Michalzik

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