Wittingen: Hilferuf der Mitarbeiter / Osterloh: „Können nur mit Spenden arbeiten“

Tafel-Aus aktuell nicht akut

Die Mitarbeiter der Wittinger Tafel sorgen sich um die Zukunft der Einrichtung und setzen sich für ihren Erhalt ein. Fotos: privat

Wittingen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wittinger Tafel haben ihre Sorge um die Zukunft der Einrichtung kundgetan und kämpfen weiter für den Erhalt der Tafel.

„Wir, das Tafelteam, brauchen dringend eure Unterstützung“, heißt es in einem Schreiben, das dem IK vorliegt und an die Freunde der Tafel adressiert ist.

„Es geht uns alle etwas an. Wir werden weder schließen noch haben wir es vor.“ Das bestätigt Laura Osterloh, Vorsitzende der Wittinger Tafel, auf IK-Anfrage. Im Moment müsse die Tafel nicht schließen. „Eine Schließung ist im nächsten Vierteljahr nicht akut.“ Sehr wohl habe es in der jüngeren Vergangenheit Momente geben, in denen eine Schließung kurz bevor stand, sagt Osterloh. So habe es Überlegungen geben, die letzte Ausgabe an Weihnachten zu machen.

Doch bei der Wittinger Tafel geht es weiter, auch wenn die Lage kritisch ist. Das stark gesunkene Spendenaufkommen im vergangenen Jahr führt Osterloh auf unwahre Gerüchte zurück, die über die Tafel verbreitet worden seien. Diese sei aus persönlichen Motiven in Misskredit gebracht worden. Osterloh spricht von einem „leidigen Thema“. Eine Einrichtung, die Bedürftigen helfe, werde totgeredet. „Diejenigen, die uns schaden wollten, haben den Bedürftigen geschadet.“

Die Tafel sei weiterhin zu 100 Prozent auf Spenden angewiesen, betont die Vorsitzende. „Ohne Spenden kann die Tafel nicht arbeiten.“ Die Spendenbereitschaft sei vor Weihnachten „in Ordnung“ gewesen. Auch die Aktionen durch Schüler hätten der Tafel sehr geholfen (das IK berichtete). „Wir hoffen, dass die Spendenbereitschaft am Anfang des Jahres und das Jahr über so bleibt.“

In dem Schreiben der Mitarbeiter wird ebenfalls auf die „vielen Unannehmlichkeiten und das schlechte Gerede“ über die Tafel Bezug genommen: „Zu verdanken haben wir das ehemaligen ehrenamtlichen Helfern, die eigentlich dankbar sein sollten statt Gerüchte zu verbreiten.“ Wenn es die Tafel manchmal nicht gebe, würde mancher schlecht da stehen, äußern die Mitarbeiter ihre Sorge über die Zukunft der Einrichtung. Daher sei die Tafel auf Spenden und ehrenamtliche Helfer und Fahrer angewiesen. „An wen besonders gedacht werden sollte, sind die Kinder. Wenn die Tür aufgeht, sieht man die Kids sich freuen und leuchtende Augen strahlen.“

Wer die Wittinger Tafel unterstützen möchte, kann sich an Laura Osterloh unter (01 77) 7 02 57 49 wenden, dienstags und freitags von 9 bis 17 Uhr auch unter (0 58 31) 99 28 16.

Von Paul Gerlach

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