Mensa der IGS Wittingen hat Betrieb aufgenommen / Schülersprecher sieht Zufriedenheit mit Angebot

Täglich Obst – und auch mal Döner

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Schulleiter Stefan Krauß, Schülersprecher Mark Bialas und Projektleiterin Annette Witte begutachten die Essensausgabe.
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Wittingen. „Ich habe noch keine Beschwerden gehört. “ Schülersprecher Mark Bialas, der die 7. Klasse der Wittinger IGS besucht, ist der Ansicht, dass seine Mitschüler mit der neuen Mensa zufrieden sind.

Die ist seit zwei Wochen in Betrieb, den Schülern soll dort zum Mittagessen viel Abwechslung geboten werden.

Nach knapp zehn Monaten Bauzeit ist die Mensa fertig, das erste Essen wurde am 14. August ausgegeben. Was noch fehlt, sind die Möbel für die direkt angrenzende Schüler-Lounge, aber die werden täglich erwartet. 270 Sitzplätze gibt es in den mit Blau, Grün und orange markierten Bereichen, die energiesparende Glasfassade erlaubt Panoramablicke auf den Schulhof. Annette Witte, Projektleiterin aus dem Fachbereich Bauen des Landkreises Gifhorn, beziffert die Kosten für die Mensa samt Cook-and-Chill-Küche auf rund 1,4 Millionen Euro. „Das hat Neubaucharakter“, meint sie zum lichtdurchfluteten Ergebnis, für das der Verwaltungstrakt der Oberschule entkernt wurde.

Als Betreiber hat der Landkreis die Braunschweiger Firma Zwergenlunch engagiert. Was auf den Tisch kommt, das bestimmen Schüler, Eltern und Lehrer mit: Ein Mensa-Ausschuss hat vor der Ausschreibung seine Vorstellungen fixiert. Nudeln, Fleischgerichte, Vegetarisches, jeden Tag Obst, neulich gab’s auch mal Döner: „Das ist abwechslungsreich“, findet Schülersprecher Bialas. „Ich finde es gut, dass für jeden etwas dabei ist.“ Auf Wunsch gibt es sogar Nachschlag. Der Schulgemeinde war auch eine Salatbar wichtig. Eine Nudelbar soll das Angebot noch ergänzen.

Ein Mittagessen kostet 3,50 Euro, kann im Vorfeld geordert werden und wird über ein Online-Verfahren per Chip bezahlt. Wer spontan die Mensa besuchen möchte, kann auch bar zahlen. Das gilt auch für das Kiosk-Angebot, dort gibt es für die Schüler Snacks wie belegte Brötchen, Hot Dogs, Süßes, Getränke. Cola und Limo wird nicht verkauft, wie Mensa-Mitarbeiterin Kerstin Klusmann betont: „Wir setzen auf Säfte auf Bio-Basis und Wasser.“ Leitungswasser wird in Krügen kostenlos ausgeschenkt, über die Installation eines Wasserspenders wird nachgedacht. In den Pausen sei der Kiosk gut besucht, sagt Klusmann.

Verpflichtend ist der Mensa-Besuch im Ganztagsschulkonzept der IGS nicht, doch Schulleiter Stefan Krauß registriert bereits eine gute Akzeptanz seitens der Schüler, Tendenz steigend: „Es melden sich immer mehr Schüler an.“ Am Dienstag wurden 180 Essen ausgegeben, das ist bei derzeit rund 320 IGS-Schülern keine schlechte Quote. Die Schüler der Oberschule sind in der Mensa auch willkommen, doch weil sie keinen Ganztagsunterricht haben, sind sie eher nicht auf ein Mittagessen in der Schule angewiesen. Auch freitags, wenn auch für die IGS kein Ganztagsunterricht ist, hat die Mensa geöffnet. Um die 20 Schüler kamen da bisher.

Für die teilnehmenden Schüler der IGS-Jahrgänge 5 und 6, die an der Rammestraße Unterricht haben, gibt es einen von Lehrern „begleiteten“ Mensa-Gang. Verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Carl-Peter-Straße sind nicht geplant, wie Krauß erfahren hat, weil dort ohnehin schon Tempo 30 gilt. Allerdings sollen wohl Schilder aufgestellt werden, die auf querende Schüler hinweisen.

Die Siebtklässler – derzeit der höchste IGS-Jahrgang – dürfen allein zum Essen gehen. Jahrgangsweise haben die Schüler nach dem Essen darauf zu achten, dass der Mensa-Bereich aufgeräumt hinterlassen wird.

Von Holger Boden

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