Schwertransport durch Wittingen: An Kreuzungen müssen Masten weichen

Die Straße ist nicht genug

Balanceakt: Ein Greifarm brachte den abgeflexten Laternenmast in die Horizontale.
+
Balanceakt: Ein Greifarm brachte den abgeflexten Laternenmast in die Horizontale.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
    schließen

Wittingen. Da staunten Passanten in Wittingen am späten Mittwochnachmittag nicht schlecht: An der Kreuzung Hindenburgwall/Knesebecker Straße machte sich ein Team von Männern in gelben Jacken – das zuvor einen Tieflader mit zwei Containern auf der Bundesstraße geparkt hatte – daran, einen Lampenmast abzuflexen.

Da fliegen die Funken: Eine Spezialfirma machte am Mittwoch auf der Kreuzung Hindenburgwall/Knesebecker Straße den Weg frei für einen Schwertransport – ein Laternenmast musste weichen, eine Fußgängerampel ebenfalls.

Dann schnappte sich ein Greifarm, der an einen der Container montiert war, die lange Stange. Eine Fußgängerampel musste ebenfalls weichen und ist nun durch eine Metallstange mit Behelfsampel ersetzt worden. Die seltsame Szene ist Teil der Vorbereitungen für einen Schwertransport, der durch den östlichen Landkreis Gifhorn rollen soll. Das Ziel: Langenbrügge. Dorthin wird nach Angaben des Landkreises Gifhorn, der als Verkehrsbehörde bei der Genehmigung federführend ist, demnächst eine Windkraftanlage der Hamburger Firma Senvion geliefert, komplett mit Turm, Rotor und Maschinenhaus.

Laut Fachbereichsleiter Michael Funke sind für den Transport bauliche Vorbereitungen an vielen Kreuzungen nötig. Der Konvoi komme voraussichtlich aus Leipzig, im Landkreis Gifhorn wird er zunächst auf der B 188 rollen.

Und ab da wird es interessant: Beginnend mit der Abzweigung B 188/L 289 bei Westerbeck müssen teilweise Schilder, Ampeln und Laternen entfernt werden, damit der Schwertransport die Kurven schafft. Die Strecke führt über die K 30 bei Stüde und die K 29 nach Knesebeck, von dort über die L 286 nach Wittingen, von dort auf der L 270 nach Langenbrügge.

Nach Angaben der Firma Senvion steht der Termin für den Transport noch unter Vorbehalt, weil noch eine letzte Genehmigung aussteht. Geplant seien die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nächster Woche (fünf Fahrzeuge) sowie die Nacht auf Freitag (vier weitere Fahrzeuge). Die Kosten für die Maßnahme an den Kreuzungen trage der Verursacher – das heißt, die Windkraftfirma oder die Spedition, je nach Vertragsgestaltung.

Von Holger Boden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare