Trasse an Landesstraße unwahrscheinlich / Ausbau von Feldweg könnte Alternative sein

Stöckener hoffen auf Radweg

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Bahndamm an der Wittinger Nachtweide: Hier könnte eine Verbindung für Radfahrer aus Richtung Stöcken enden, wenn ein Feldweg entsprechend ausgebaut wird.

Stöcken. Stöckener Bürger vermissen einen Radweg nach Wittingen. Das sei seit vielen Jahren ein Thema, aber „es passiert halt nichts“, sagten zwei von ihnen in einer Sitzung des Wittinger Verkehrsausschusses im alten Jahr.

Auf der Agenda der Politik steht das Anliegen bisher in der Tat nicht.

Dass über eine Verbindung für Radfahrer schon vor geraumer Zeit diskutiert wurde, das ist auch der Ortsvorsteherin Tanja Möhle noch bewusst: „Das war aber vor meiner Amtszeit. An mich hat sich in dieser Sache noch niemand gewandt.“

Möhle findet den Anstoß seitens der Bürger gut. Allerdings glaubt sie nicht daran, dass Plänen für einen Radweg an der L 270 ein schneller Erfolg beschieden sein wird. Für die Straße ist das Land zuständig, die Liste der Wünsche an die Straßenbaubehörde ist lang.

Die Ortsvorsteherin kann sich daher vorstellen, die Verbindung über den so genannten Kirchsteig zu nutzen. Der endet an einem Bahnübergang unweit der Nachtweide und ist von Stöcken aus zunächst asphaltiert, geht dann aber in einen Feldweg über. „So, wie der Zustand des Weges jetzt ist, kann man da nicht fahren“, sagt Möhle. Aber ein wie auch immer gearteter Ausbau dieses Weges sei vielleicht schneller und günstiger zu realisieren als die große Lösung an der Landesstraße.

Laut Bauamtsleiter Albert Soltau ist der Wunsch nach einem Radweg an der L 270 auch schon mal an das Land gemeldet worden – bisher ohne Ergebnis. Die Anregung der Bürger aus dem Verkehrsausschuss sei aber notiert worden. Auch sie hatten die Nutzung des Kirchsteigs bis zur Nachtweide und eine mögliche Asphaltierung des fehlenden Teilstücks ins Spiel gebracht. „Die Idee ist festgehalten“, sagt Soltau, möglicherweise komme sie demnächst in einem Ausschuss zur Sprache. Über eine Umsetzung müsse die Politik entscheiden.

Die hat das Thema bislang nicht auf der Tagesordnung: „Es gibt dafür keine konkreten Überlegungen“, sagt etwa Hans-Heinrich Koch, Sprecher der Gruppe aus SPD, FWG und Grünen, auf die Frage nach Radweg-Chancen für Stöcken. „Möglichkeiten gibt es viele“, diskutiert worden sei aber noch nichts. Auch die CDU hat nach Angaben ihres Fraktionschefs Walter Schulze noch nicht über die Sache gesprochen. Die Idee mit dem Kirchsteig halte er aber für nachdenkenswert, die Haltung der CDU sei es, solche Radwege zu ermöglichen.

In Stöcken könnte das Thema am 16. Januar zur Sprache kommen – dann ist Dorfversammlung.

Von Holger Boden

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