Wittinger Pläne für den Ostteil der Langen Straße

Stellplätze als Verkehrsberuhigung

An der Langen Straße parken im Ostteil nur wenige Autos.
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Hier rappelt es für die Anwohner ziemlich stark, wenn der Verkehr vorüberrollt. Die Ausweisung zusätzlicher Stellplätze soll bremsende Wirkung haben.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Die Stadt Wittingen soll im östlichen Teil der Langen Straße zusätzliche Pkw-Stellplätze ausweisen – dafür hat jetzt der Ortsrat mehrheitlich votiert. Die Entscheidung fiel mit vier Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen.

Hintergrund war die Suche nach neuem Parkraum, nachdem in der Achterstraße neun Stellplätze im Rahmen einer Gebäude-Umnutzung abgelöst worden waren (das IK berichtete). Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Abschnitt der Langen Straße zwischen Neue Straße und Marktplatz ins Visier zu nehmen, da dort de facto ohnehin schon außerhalb der markierten Bereiche geparkt wird. Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (BA) sah das allerdings skeptisch: „Damit gewinnen wir nichts, wir legalisieren nur den Status quo.“ Soll heißen: Da vor Geschäften wie Eggers sowieso geparkt wird, kämen eigentlich keine neuen Stellplätze hinzu.

Rönneberg schlug deshalb vor, den zusätzlichen Parkraum im Ostteil der Langen Straße zu verorten. Dort wird zwar auch schon jetzt geparkt, durch Schrägaufstellung könne aber auch eine Verkehrsberuhigung erreicht werden. Und genau die sei von einem Anwohner ja gewünscht worden.

Tatsächlich hatte sich im Herbst letzten Jahres ein Anlieger des Abschnitts zwischen Umweg und Schmiedestraße dafür eingesetzt, dass die Stadt sich durch verkehrsberuhigende Maßnahmen darum kümmert, dass die Tempobegrenzung eingehalten wird. Wenn auf dem Kopfsteinpflaster schneller als 20 km/h gefahren werde, dann komme es zu starker Lärmbelästigung und Erschütterungen.

Jörg Friedrichs (künftig BA) begrüßte Rönnebergs Vorschlag: „Damit schlagen wir mit wenig Aufwand zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Thomas Lemke (Grüne) regte an, man solle zusätzlich Pflanzkübel aufstellen, um den Verkehr zusätzlich zu beruhigen. Dazu riet auch der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Matthias Schulz: Wenn in dem Straßenabschnitt mal nicht geparkt werde, dann gebe es auch keinen Effekt der Verkehrsberuhigung. Kübel seien also keine schlechte Idee. Rönneberg meinte dazu allerdings, dort stünden eigentlich „immer Autos“.

Friedrichs brachte zudem ins Spiel, vor Eggers tatsächlich das Parken zu legalisieren, ebenfalls in Schrägaufstellung. Dann bekomme man dort zusätzliche Stellplätze und ebenfalls einen entschleunigenden Effekt. Lemke meldete dazu Bedenken an: Dann müsse sicherlich zunächst der Unterbau des Pflasters in diesem Bereich ertüchtigt werden.

Am Ende votierte der Ortsrat für die schräg angelegten Stellplätze im Ostteil der Langen Straße – wechselweise auf beiden Straßenseiten –, und auch für die Pflanzkübel.

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