Spatenstich am Wittinger Hafen: Agravis investiert in Landtechnik-Niederlassung / 20 Arbeitsplätze

Startschuss für 2,5-Millionen-Projekt in Wittingen

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Mit dem symbolischen Spatenstich gaben Jorg Denekas, Geschäftsführer der Agravis Technik Heide-Altmark GmbH (3.v.r.), Service-Leiter Andreas Isermann (2.v.l.) und der künftige Niederlassungsleiter Wolfgang Staacke (5.v.l.) gestern den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten im Wittinger Hafengebiet. Auch Stadtbürgermeister Karl Ridder (5.v.r.) packte mit an.

Wittingen. Mit einem symbolischen Spatenstich ist gestern am Wittinger Hafen der Startschuss für ein 2,5-Millionen-Euro-Projekt gefallen. So viel investiert die Agravis Technik Heide-Altmark GmbH in eine neue Landtechnik-Niederlassung. Das Unternehmen bringt nach eigenen Angaben rund 20 Arbeitsplätze mit nach Wittingen.

Am Wiesendamm, gegenüber der FHG, soll unweit der Einfahrt zum Hafengelände auf rund 20 000 Quadratmetern der neunte Standort des Unternehmens im östlichen Niedersachsen und im nördlichen Sachsen-Anhalt entstehen. Ursprünglich sollte es schon letztes Jahr losgehen, für das Genehmigungsverfahren war aber etwas mehr Zeit nötig. Zudem musste die Fläche, die die GmbH von der Stadt erworben hat, erst noch vom Baumbewuchs befreit werden.

Geschäftsführer Jörg Denekas rechnet mit einer Bauzeit von etwa zehn Monaten. Ende 2018 soll alles fertig sein. Geplant sind eine Landtechnik-Werkstatt, ein Ersatzteil-Service und ein Verkaufsraum für neue und gebrauchte Landmaschinen. Der Vertrieb von Kleingeräten wie Rasenmäher oder Motorsäge ist laut Denekas derzeit nicht vorgesehen.

Die bestehenden Standorte sind Uelzen, Celle, Schneverdingen, Königslutter, Bardowick, Stendal, Winterfeld (Altmark) und Hoheneggelsen (bei Hildesheim). Die Technik-GmbH ist eine Tochter der Agravis AG – ein Branchenriese, der als zweitgrößter Agrarhändler in Deutschland gilt. Mit 6250 Mitarbeitern machte die Gruppe im Jahr 2016 an 400 Standorten rund 6,2 Milliarden Euro Umsatz.

Der Wittinger Stadtrat hatte im März letzten Jahres mehrheitlich für einen Verkauf des Areals an Agravis votiert, nachdem die erste Anfrage für eine Fläche im Hafen im August 2016 eingegangen war. Skepsis kam damals von Ratsherr Friedrich Lührs (FWG), der den Landmaschinenmarkt im Nordkreis für gesättigt hielt. Die Ratsmehrheit sah das damals anders, und auch beim Landvolk hieß es: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Stadtbürgermeister Karl Ridder, der gestern Vormittag selbst zum Spaten griff, verbindet mit der Ansiedlung neben der Aussicht auf neue Arbeitsplätze auch die Hoffnung auf zusätzliche Gewerbesteuern. Mit Uwe Hoppmann, Christian Schroeder und Hans-Heinrich Koch kamen gestern auch die Fraktionsspitzen von CDU. Grünen und SPD an den Wiesendamm, um dem Spatenstich beizuwohnen.

Andreas Isermann, Service-Leiter der Agravis Technik Heide-Altmark, sagte, man investiere im Wittinger Hafen, um „einen optimalen Service im Vertriebsgebiet“ sicherzustellen. Dies werde von den Marken-Partnern auch erwartet, ergänzte Geschäftsführer Denekas. Hauptmarken im Portfolio des Unternehmens sind Fendt, Valtra, JCB und Krone.

Von Holger Boden

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