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Die Dachsanierung am Haus der Gemeinde soll noch in diesem Monat beginnen.Archivfoto: Boden

Steinhorst. Die Dachsanierung am Haus der Gemeinde in Steinhorst soll noch in diesem Monat beginnen. Vorbereitende Arbeiten seien abgeschlossen, hieß es in der Ratssitzung in dieser Woche. Von Holger Boden

Am 20. August soll die öffentliche Submission erfolgen, am 25. August will der Rat die Vergabebschlüsse fassen. Fünf Tage später sollen die Arbeiten beginnen. Mit der Fertigstellung der Maßnahme wird für Ende November gerechnet.

Für die Gemeinde, die seit Jahren nach einem finanzierbaren und sinnvollen Nutzungskonzept für die Zukunft des Hauses sucht, war schon allein der Weg zur Dachsanierung ein weiter: Weil das Haus unter Denkmalschutz steht, waren allein zwölf Termine mit der Denkmalschutzbehörde notwendig.

In Steinhorst arbeitet man derweil weiter an dem, was nach Ende November kommen soll. Von einem Celler Ingenieurbüro liegt ein Angebot für die Erarbeitung einer Nutzungs- und Betriebskonzeption vor. Eine Entscheidung darüber stand in der jüngsten Ratssitzung noch nicht an. „Noch können Ideen eingebracht werden“, betonte Verwaltungsvertreter Dieter Bieber.

Angepeilt wird ein Konzept, mit dem das Haus im Eigentum der Gemeinde bleiben und sich langfristig selbst tragen kann. Bürgermeister Wilhelm Hasselmann machte deutlich, dass es bis dahin noch ein weiter Weg sei: „Nicht nächstes Jahr, und auch nicht übernächstes Jahr.“

Kritik daran, dass für das Haus der Gemeinde „ein weiteres Papier“ bestellt werden soll, kam von Ratsherr Wilhelm Lederer (SPD). Hasselmann verteidigte das Vorhaben mit dem Hinweis, dass das, was bisher erarbeitet worden sei, in das neue Konzept einfließen werde. Ohne dieses neue Papier sehe er „keine Möglichkeit, an Fördergelder zu kommen“: „Da müssen wir etwas vorweisen können.“ Bieber verwies darauf, dass das Geld für das noch zu bestellende Konzept bereits im Haushaltsplan stehe, man also lediglich über eine Realisierung dieser bereits vorgesehenen Ausgabe spreche.

Für die Gemeinde geht es um ein Raumkonzept ebenso wie um inhaltliche Aspekte. Das vom Architekten Heinrich Tessenow 1911/1912 als Lehrlingswohnheim für ein jüdisches Lehrgut erbaute Gebäude könnte künftig als Begegnungsstätte dienen, in der Historisches und Kunsthistorisches bewahrt und präsentiert wird, in der es auch um das Thema „Judentum und Landwirtschaft“ gehen könnte. Seminarräume, Gästewohnungen und ein Café sind denkbare Elemente der künftigen Gebäudegestaltung. Das Gemeindebüro soll im Haus erhalten bleiben.

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