Internationale Werkstattwoche in Lüben eröffnet / Feierstunde für 25 Teilnehmer

Start frei für die Kunst

Rundgang durch das Rundlingsdorf: Der Geschäftsführer des Wittinger Museumsvereins, Klaus Müller (rechts), erläuterte den Künstlern die Geschichte und den Aufbau von Lüben. Foto: Michalzik

Lüben. Eine spannende Werkstattwoche lang rückt das Dorf Lüben wieder einmal in den Mittelpunkt künstlerischer Aktivitäten: 25 Künstler aus 13 Nationen treffen sich dort zurzeit, um Werke zu schaffen, Kontakte zu pflegen und Ideen auszutauschen.

Die Eröffnung am Freitagabend musste zwar vom Innenhof der Lübener Tenne in geschlossene Räume verlegt werden, weil Regen einsetzte, sie verlief dennoch in guter Stimmung und bester Harmonie.

Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder bezeichnete das Ereignis in seiner Begrüßung als „kulturelles Highlight“ für Wittingen, das ansonsten im kulturellen Sinne eher beschaulich abseits der Kulturszene liege. Die herausragende Lübener Dorfgemeinschaft ermögliche das umfassende Netzwerk schöpferischer Ideen.

Die Vorsitzende des Wittinger Kulturvereins, Ursula Brüns, stellte die Künstler und das Organisationsteam namentlich vor. In den 24 Jahren, seitdem die internationale Werkstattwoche in Lüben stattfindet, habe diese sich enorm entwickelt. Was früher noch von Einzelnen geleistet wurde, sei unter den jetzigen Bedingungen und Anforderungen nur noch von einem Team zu leisten, sagte Brüns.

Der stellvertretende Gifhorner Landrat Peter Dietz verwies auf die Region, die eine historische Bedeutung habe. Hinter der Ortsgrenze sei einst eine deprimierende Grenze verlaufen, die Isenhagener Land und Altmark auf schmerzhafte Weise getrennt habe. Das internationale Projekt werde vom Landkreis Gifhorn dankbar angenommen, weil es ein „Leuchtturm“ im strukturell schwachen Nordkreis sei.

Lübens Ortsvorsteher Joachim Niemann zeigte sich in seinen Grußworten dankbar darüber, dass sein kleines Dorf durch die Woche ein internationales Flair erhalte. Wenn dies zur internationalen Völkerverständigung beitrage, so seien die Dorfbewohner sehr erfreut. Seite 3

Von Horst Michalzik

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