Wittinger Aktion bringt ordentliche Ergebnisse

Starker Bedarf an Lebenssaft: Blutspenden gerade besonders gefragt

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Da für Blutspenden besonders in den Sommermonaten ein hoher Bedarf besteht, hat das DRK Wittingen eine halbtägige Sonder-Aktion ins Leben gerufen. Diese fand am Mittwoch statt und erzielte ordentliche Ergebnisse.

Wittingen. Die Spendenbereitschaft in Deutschland ist groß: Geld, Kleidung, Spielzeug – und deutlich seltener Blut. „Die größte Hürde ist die Angst vor der Nadel. Das hat eine Umfrage gezeigt“, meint Tobias Lüttig, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes NSTOB.

Zwar hat sich das Spendenaufkommen im Juli wieder etwas erholt. Die Bestände sind aber gering. Und die Bereitschaft zu spenden, eben auch.

„Wir müssen versuchen, mehr aufzuklären“, hat Lüttig erkannt. Denn viele Menschen wüssten nicht, wie eine Blutspende abliefe. Das Abzapfen sei aber gar kein Problem. „Das ist nur ein kleiner Pieks und tut auch nicht weh“, beruhigt Lüttig. Zumal die Mitarbeiter, die die Nadel setzen, äußerst geübt sind. „Unsere Punktionskräfte können das schon. Sie machen den ganzen Tag nichts anderes.“

Lüttig wünscht sich, dass noch mehr Menschen zu einer Blutspende bereit erklären. „Ein kleiner Pieks, ein großer Beitrag“, lautet der Wahlspruch des Pressesprechers. „Mit einer Spende können Bürger schnell zu Lebensrettern werden“, sagt Lüttig. Sorgen, dass einem nach gespendeten 500 Milliliter selbst das Blut fehlen könnte, sind unbegründet. „Menschen haben ohnehin genug Blut. Und es wird neugebildet, ohne dass wir etwas tun müssen.“

Um gegen die Blutknappheit während der Ferienzeit vorzugehen, hat das DRK Wittingen seit Jahren einen zusätzlichen Spendetermin angesetzt. Dieser fand am Mittwoch statt. Mit den Ergebnissen zeigte sich Irmtraud Petersen, Leiterin des Sozialen Arbeitskreises, recht zufrieden: „131 Blutspenden, davon acht Erstspender, sind für einen halben Tag ein ordentliches Ergebnis.“ Aber die angebotenen Grillspezialitäten sowie alkoholfreies Weizenbier und andere kühle Getränke würden auch immer zum Gelingen dieser Aktion beitragen. Petra Jaworski spendete zum 30. Mal, bereits die 70. Blutspende leistete Elke Schulze. Auch Petersen sieht erhöhten bedarf während der Sommermonate: „Es passieren mehr Unfälle, dazu sind viele Spender verreist. Da entsteht einfach ein erhöhter Bedarf.“ Dazu kämen „ ein ganzer Batzen an Vorschriften, die viele Leute gar nicht auf dem Schirm haben“: Für bestimmte Fernreisen, Tätowierungen oder Piercings gäbe es beispielsweise ein einjähriges Spendeverbot.

Laut Lüttig benötigt das DRK jeden Tag 15 000 Blutspenden.

Von Matthias Jansen und Dennis Klüting

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