Stadt Wittingen: Fällaktion ist übliche Holzwirtschaft / Nachpflanzungen im Frühjahr geplant

Stämme aus Nachtweide werden versteigert

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Die kapitalen Eichen in der Nachtweide sind laut Stadtverwaltung im Zuge der Holzbewirtschaftung gefällt worden.

bo Wittingen. Vier große Bäume liegen der Länge nach in der Nachtweide. Nicht vom Sturm gefällt, sondern von der Säge. Was für manchen Bürger stets Grund zur Sorge um den heimischen Baumbestand ist, das betrachtet man im Wittinger Rathaus recht nüchtern.

„Das ist ganz normale Holzwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft Isetal“, sagt Rathaus-Mitarbeiter Sven Zaft.

Fachleute der FBG, bei der die Stadt Wittingen Mitglied ist, hätten fällreife Bäume benannt und diese nach Absprache mit der Stadt gefällt. Dabei müsse es sich nicht zwangsläufig um kranke Stämme handeln – es könne auch ganz einfach um gutes Nutzholz gehen. Dies sei ein üblicher Vorgang.

Die Stämme sollen noch liegenbleiben, um etwas zu trocknen, dann sollen sie versteigert werden. Das übernimmt die Stadt laut Zaft nicht selbst. Vielmehr geschehe das unter der Ägide der FBG. Die Stadt erhalte dann in einigen Monaten eine Mitteilung über den Versteigerungserfolg.

Von den Einnahmen für das Holz muss die Kommune die Kosten für den Transport ebenso abziehen wie die Ausgaben für Nachpflanzungen. Letztere seien voraussichtlich für das Frühjahr geplant, sagt Zaft, man rechne mit einer Investition von rund 1000 Euro. Für den Transport der Stämme, von denen jeder knapp 2,5 Tonnen wiegt, werde großes Gerät benötigt. Mit den Mitteln des Bauhofes sei das nicht zu machen.

Das Kronholz der gefällten Bäume wird an interessierte Bürger verkauft. Im Rathaus gibt es dafür eine so genannte „Holzliste“, in die man sich eintragen lassen kann.

Von Holger Boden

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