Infos Ende September

Stadtsanierung in Wittingen: Ortsrat will Votum erst nach öffentlicher Veranstaltung abgeben 

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Die Politik hatte vor allem eine Aufwertung der Junkerstraße im Visier, als die Bemühungen um Gelder für eine Stadtsanierung ihren Anfang nahmen.

Wittingen – Voraussichtlich Ende September soll es die erste öffentliche Informationsveranstaltung für die Bürger geben, die von der Städtebauförderung in Wittingen profitieren können.

Einen eigentlich vorgesehenen Beschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes und der dazugehörigen Sanierungssatzung hat der Ortsrat daher am Dienstagabend noch einmal verschoben. „Wir sollten erst die Bürger dazu hören“, plädierte Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (CDU). Die übrigen Ortsratsmitglieder konnten sich mit der Vertagung anfreunden.

Die Verwaltung hatte zuvor die Grundzüge der Satzung vorgestellt. Das Sanierungsprogramm ist auf zehn Jahre angelegt, laut Baugesetzbuch kann es auf maximal 15 Jahre ausgedehnt werden. Weil man nicht von Bodenwertsteigerungen ausgehe, werde auf die Erhebung von Ausgleichsbeiträgen verzichtet, erläuterte Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler. Auch Sanierungsvermerke im Grundbuch seien nicht nötig.

Verwaltungsseitig wurde verdeutlicht, dass die Satzung – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – so weit wie möglich den vermuteten Interessen der Eigentümer entgegenkomme: „Wir haben das auf sehr einfachen Grundsätzen aufgebaut – auch, um Akzeptanz zu finden“, sagte Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse.

Das zeige auch die Summe der Gelder, die für private Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden sollen: 2,9 der 5 Millionen Euro Gesamtvolumen also mehr als die Hälfte – sind für den privaten Bereich vorgesehen, der Rest für öffentliche Maßnahmen.

Verabschiedet werden soll die Sanierungssatzung nun voraussichtlich in einer gemeinsamen Sitzung von Ortsrat und Bauausschuss – nach der öffentlichen Vorstellung Ende September.

VON HOLGER BODEN

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