Beißender Gestank im Gebäude: Nach Schwelbrand wird Spezialreinigung nötig

Stadtbücherei bis Januar wohl zu

Bis auf weiteres geschlossen: die Stadtbücherei.

Wittingen. Die Wittinger Stadtbücherei wird voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Nach dem Schwelbrand in der Nacht zu Freitag (das IK berichtete) kann man in dem Gebäude derzeit „weder sitzen noch arbeiten“, wie der Erste Stadtrat Peter Rothe berichtet.

„Es stinkt fürchterlich“, sagt Rothe. Das Feuer in dem abgeschlossenen Raum hinter dem Rückgabeschlitz hatte sich zwar dank einer Feuerschutztür nicht auf den Rest der Bibliothek ausbreiten können und war letztlich wohl wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr erstickt. Doch der Rauch schaffte es offenbar durch die Ritzen auf alle Ebenen des Gebäudes.

Klar ist schon jetzt: Eine Fachfirma muss in der Stadtbücherei eine Spezialreinigung vornehmen. Was genau das alles beinhaltet und ob auch Bücher ausgetauscht werden müssen, ist noch offen. Die Stadtverwaltung wartet derzeit auf einen Gutachter aus Hannover, den die Versicherung schicken will.

Ob alle Formalitäten und die Reinigung selbst noch im alten Jahr abgewickelt werden können, ist ungewiss. Im Rathaus geht man daher eher davon aus, dass die Einrichtung für den Rest des Jahres geschlossen bleibt. Stadtbürgermeister Karl Ridder betont aber, dass die Wiedereröffnung möglichst nicht erst in mehreren Wochen stattfinden soll.

Geschlossen – und zwar für immer – wird derweil auch der Rückggabeschlitz. Ridder und Rothe sehen keinen Sinn mehr in dieser Rückgabemöglichkeit, die auch schon zum Einwerfen von Laub und Hundekot benutzt worden sein soll. Und in die nun eben auch Knallkörper geworfen wurden.

Von Holger Boden

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