Stadt will sich von Facebook verabschieden

Wittingen plant City-App

Behandschuhte Hände halten ein Smartphone.
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Rathaus-Service auf dem heimischen Sofa nutzen – so etwas soll mit der City-App möglich sein.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Die Stadt Wittingen plant für 2022 die Einführung einer „City-App“. Damit solle eine Info-Plattform für die Kommune geschaffen werden, mit Inhalten wie etwa digitalen Dienstleistungen, dem Abfallkalender oder auch Hinweisen auf Veranstaltungen. Laut Stadtbürgermeister Andreas Ritter ist ein solches Projekt auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Stadt aufgefordert sei, ihren Facebook-Auftritt zum Jahresende abzuschalten.

Ritter zufolge kam die Aufforderung des Bundesbeauftragten für Datenschutz schon im Sommer dieses Jahres. Der Hintergrund seien die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in dem sozialen Netzwerk. Der Bundesbeauftragte habe 2019 bereits auf die Problematik hingewiesen, in der Zwischenzeit seien aber keine ausreichenden Verbesserungen erzielt worden. „Es gibt daher die nachdrückliche Empfehlung, den Auftritt zum 31. Dezember abzuschalten.“ Diesem Thema müsse die Stadt sich nun stellen.

Auffangen und ausbauen will die Stadt ihr digitales Angebot für Smartphone-Nutzer mit der City-App, die voraussichtlich Mitte 2022 fertig sein soll. Dem Verwaltungsausschuss wurde jetzt mitgeteilt, dass das Rathaus das Projekt ausschreibt. Gerechnet wird mit einmaligen Kosten in Höhe von 5000 Euro, dazu dann in der Folge 300 Euro monatlich. Vorbild sei beispielsweise Bad Belzig, eine Stadt, die ein solches digitales Angebot bereits realisiert habe.

Ritter sieht eine solche App auch als „Bürgerplattform“. Digitale Dienstleistungen des Rathauses seien voraussichtlich ab Mitte oder Ende 2022 möglich. Auch Gewerbetreibende aus der Stadt sollen sich einbringen beziehungsweise mit der App verlinken können. Ausgehend vom Innenstadtgespräch Mitte dieses Jahres, bei dem ein Teil der Kaufleute zugegen war, sei ein Interesse daran festzustellen.

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