Vernetzung mit weiteren Akteuren

Stadt Wittingen: Arbeitskreis 50+ ist wieder am Ball

Senioren sitzen in einem Altenheim beisammen und spielen ein Gruppenspiel mit einem Ball.
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So oder so ähnlich hat man sich das vorzustellen: Mit dem Projekt „Mach mit – bleibt fit“ will der Arbeitskreis 50+ leichte Bewegungsangebote für Menschen in Seniorenheimen schaffen.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Die Pandemie hat auch die Seniorenarbeit der Stadt Wittingen weitgehend lahmgelegt – nun, nach den Lockerungen, lautet die Botschaft des Arbeitskreises 50+: Wir sind noch da.

„Nach 15 Monaten Zwangspause machen wir einen Re-Start und wollen die Themen weiterführen, an denen wir gearbeitet haben“, sagt Thomas Knöfel, neben Eckhard Meyer einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises. Das Vorgehen der nächsten Zeit wurde jetzt bei einer ersten Sitzung in der Stadthalle diskutiert.

Dabei ging es auch um die grundsätzliche Ausrichtung: Der Arbeitskreis sucht den Schulterschluss mit anderen Akteuren im Stadtgebiet und will dabei für die ältere Generation Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten mit Gruppen jeden Alters schaffen. So soll etwa mit der städtischen Jugendförderung über eine Vernetzung gesprochen werden. Kontakt gibt es bereits zur Integrationswerkstatt in Knesebeck. Die bietet Senioren die Möglichkeit, ein Hochbeet zu pflegen, falls sie keinen eigenen Garten haben und solch eine Beschäftigung suchen.

Der Arbeitskreis hat auch einen Blick auf die Städtebauförderung. Damit soll sichergestellt werden, dass Neugestaltungen im öffentlichen Raum gegebenenfalls auch seniorengerecht erfolgen.

Die Aktivitätenbörse hat laut Knöfel bisher eine „eher überschaubare Nachfrage“ erfahren. Der Arbeitskreis will dabei mit dem Freiwilligenzentrum (FWZ) zusammenarbeiten, allerdings wird betont, dass Hilfen, die in eine kontinuierliche Bezahlung münden, nicht über die Freiwilligen-Vermittlungen des FWZ vermittelt werden können.

Durch die Corona-Beschränkungen blieb zwischenzeitlich auch das Projekt „Mach mit – bleib fit“ auf der Strecke, das der Arbeitskreis in Seniorenheimen anbieten wollte. Zwei Veranstaltungen konnten vor dem Lockdown über die Bühne gehen, dann war erstmal Schluss. „Jetzt prüfen wir, das Projekt wieder anlaufen zu lassen“, sagt Knöfel. Mittel dafür stehen zur Verfügung, zumal es Fördergelder gibt. Mit allen Beteiligten soll auch darüber gesprochen werden, ob eine Durchführung des Programms auf digitale Art – also per Großbildschirm im Altenheim – möglich ist.

Nachgeholt werden soll demnächst die pandemiebedingt ausgefallene Fahrt ins Diesdorfer Museum. Für Oktober ist in Wittingen eine Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises geplant.

Aus dem Kreisseniorenbeirat brachte Eckhard Meyer, der die Stadt Wittingen dort vertritt, die Anregung mit, einen Notfallpass für Wittinger Senioren zu initiieren. In Meinersen und Gifhorn gibt es so etwas schon, der Pass enthält Informationen über Vorerkrankungen, den Hausarzt, Dauermedikamente und einiges mehr.

Gesucht wird noch ein Mann oder eine Frau (60+) aus dem Stadtgebiet als Stellvertretung für Meyer im Kreisseniorenbeirat. Auch der Arbeitskreis freut sich, wenn neue Gesichter dazustoßen, die Seniorenarbeit im Stadtgebiet unterstützen wollen. Kontaktdaten unter www.wittingen.eu (Bildung und Soziales). Vorstellen könnten Freiwillige sich auch bei der nächsten Sitzung des Arbeitskreises am 21. September, 18 Uhr – denn die wird öffentlich sein.

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