„Spritzig, witzig und frech“

Die Stadthalle war zum traditionellen Schützenessen ausverkauft. Die Besucher erlebten einen vergnüglichen Abend.

Wittingen. „Spritzig, witzig, tänzerisch-akrobatisch und frech“ – diese Attribute wollten begeisterte Fans und Gäste der Super-Show am Pfingstmontag nach dem Schützenessen mit Bühnenprogramm in der Wittinger Stadthalle gerne zu gestehen.

Zudem kamen die Kompanien der Schützengesellschaft Wittingen am Pfingstmontag bühnenerfahren und selbstbewusst mit Gesang und Playback daher in der turbulent choreografierten Show. Moderiert von Urgestein Hanns (Jonny) Winkelmann und Jürgen Schramm.

Die erste Kompanie präsentierte ein Heino-Double mit Musik und Tanz, die dritte Kompanie gefiel mit „Eviva Espana“ und als Frauen verkappt, kokettierten gestandene Schützen der „Königlichen vierten Kompanie“ vor dem Publikum. Graziös um Kavaliere buhlende, deren schwache Herzen die Mädels mit dem sonnigen Gemüt hofften, beunruhigen zu können. So ging es Schlag auf Schlag durch das Programm.

„Jury gesucht!“ – Im Beitrag der zweiten Damenkompanie, die Gemanys Schrottmodelle vorführte – live und in Farbe aus der Stadthalle gesendet – ging es um den Sieg im Wettbewerb.

Für die objektive Auswahl der Supermodels wie das „Wittinger Bierfass“, „Hahnentritt“ und die „Rettungsfolie“ wollte der extra eingeflogene Pro 7-Reporter die Last der Entscheidung nicht allein tragen.

Bürgermeister Karl Ridder, Oberst Uwe Schulze und eine Wiesener Jurorin waren schnell zu überreden, nach bestem Wissen und Gewissen das schönste Supermodel zu küren. Die Stadthalle kochte, als das Wittinger Bierfass – überall aneckend im Saal – sich zur Bühne durchschaukelte.

Männergespräche mit Gesang bot das Duo der 8. Kompanie. Mit einer turbulenten Zugabe legte die „Achte“ nach: Der Limbo – ein beliebter Partytanz, bei dem mit nach hinten gebeugten Rücken unter einer waagerecht liegenden Stange durchgetanzt werden muss, „macht besonders den langen Kerls zu schaffen“, fand Stefan Feuerer aus Wiesen.

Er dirigierte in der Bühnenschau die Wiesener Musiker, die einen bunten Melodienreigen und die Graben-Polka spielten.

„Schatzi, schenk mir ein Foto von dir“ – mit diesem finalen Hit mischte die Jungschützen die Stadthalle auf.

Jürgen Schramm, der die quirligen jungen Leute kurz vor der Premiere nach ihrem Beitrag gefragt hatte, bekam Achselzucken zu sehen.

„Und jetzt so ein toller Beitrag“, lobte er. „Schnell und spontan.“ Was indes die sechste Kompanie unter Spontanität versteht, widerspiegelte sich in ihrem intuitiv gespielten Witz wieder: „Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit …“

Von Jürgen Kayser

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