Ziel: Bestandsgarantie über 2016 hinaus – Landkreis soll sich einschalten

SPD-Vorstoß zur OHE-Strecke

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Abzweig am Hafen: Die Schienen gelten als wichtiger Aspekt für die Attraktivität des Gewerbegebietes.

Wittingen. Die SPD will die drohende Schließung der OHE-Strecke zwischen Celle und Wittingen jetzt zu einem Thema für den Landkreis machen. Die Sozialdemokraten fordern die Kreisverwaltung auf, Gespräche zum Erhalt der Bahnverbindung aufzunehmen.

„Um eine effiziente Anbindung des Wittinger Hafens an das Bahnstreckennetz zu garantieren, ist dieser Vorstoß unumgänglich“, findet Fraktionschef Rolf Schliep-hacke.

Die Osthannoversche Eisenbahngesellschaft (OHE) wurde 2007 durch den Verkauf der Landes- und Bundesanteile mehrheitlich von Arriva Deutschland übernommen. Bis heute sind Kommunen aus dem Landkreis Gifhorn Anteilseigner der OHE. Im Rahmen des Vertragswerks wurde eine Bestandsgarantie für die 51 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Wittingen und Celle bis zum Ende des Jahres 2016 geregelt. Nach Ablauf der Bestandsgarantie droht die Stilllegung der Strecke (das IK berichtete). Mittlerweile gehört die OHE dem italienischen Eisenbahnkonzern Trenitalia.

Initiator des SPD-Antrags ist nach Angaben der Fraktionsspitze der Kreistagsabgeordnete Klaus Schneck. „Wenn die Gleisanlagen stillgelegt würden, gingen Chancen für die Wirtschaftsregion verloren und damit auch weitere Entwicklungsmöglichkeiten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und so dem Nordkreis trotz der demographischen Entwicklung Zukunftsperspektiven zu eröffnen“, meint der Knesebecker. Die Kreisverwaltung solle deshalb Verhandlungen mit der OHE, Trenitalia und dem Land Niedersachsen aufnehmen – mit dem Ziel, die Bahnstrecke Wittingen-Celle auch nach dem Auslaufen der Bestandsgarantie im Jahr 2016 zu erhalten.

In Wittingen hat man sich unlängst bereits Gedanken über eine Alternative zu der Strecke aus Celle gemacht. Um den Hafen weiterhin per Bahn erreichen zu können, soll die OHE-Linie im Wittinger Bahnhof besser mit den DB-Gleisen vernetzt werden. Die Stadtpolitik denkt positiv über eine mögliche finanzielle Beteiligung an den nötigen Umbaumaßnahmen.

Von Holger Boden

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