Spatenstich für das Krippendorf

Die Kita-Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache.

Wittingen - Von Holger Boden. Für die Kinder, die schon länger die Wittinger Kindertagesstätte in der Schützenstraße besuchen, ist es ein „Baby-Kindergarten“, der da auf dem Kita-Gelände entsteht. Die Großen sagen „Krippe“ dazu – und für das Projekt, egal, wie man es nun nennt, gab es am Montagnachmittag den ersten Spatenstich.

Genau genommen waren es ziemlich viele erste Spatenstiche, denn die Nachmittags-Kinder halfen den Offiziellen kräftig bei dem feierlichen Akt. Mit Plastikschaufeln bewaffnet, machten sie sich derart begeistert ans Werk, dass die Vertreter von Rathaus und Kirche schon fast überlegten, ob die für Anfang 2011 vorgesehene Einweihung nicht doch sogar schon eher stattfinden kann.

Auch Stadtbürgermeister Karl Ridder, der Erste Stadtrat Peter Rothe, Ratsherr Jörn Wolter und Kita-Leiterin Ulrike Schröder griffen angesichts der sie umgebenden Buddel-Leidenschaft beherzt zum Spaten. „Können wir das schaffen?“, prangte auf dem T-Shirt eines kleinen Jungen, und die berühmte Bob-der-Baumeister-Frage muss nach diesem Auftakt wohl mit einem deutlichen „Yo, wir schaffen das!“ beantwortet werden.

Der evangelische Kindergarten will dabei nicht auf Gottes Segen verzichten, um den Superintendent Martin Berndt mit einem Gebet bat. Er erinnerte an den Psalm 127: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Schröder stimmte dazu mit den Kindern ein Lied an: „Komm, bau ein Haus, das uns beschützt.“

Es werden sogar drei Häuser, die da unter der Ägide des Architekten-Ehepaares Gräflich-Monard aus Lüder entstehen. Das kleine „Krippendorf“ (das IK berichtete) soll eine Nutzfläche von 220 Quadratmetern bekommen. Zwei der Gebäude beherbergen die Gruppen- und Ruheräume, das dritte wird das „Teamhäuschen“.

Ridder bezeichnete die Krippe, die 30 Plätze bieten soll, als „ganz ganz wichtige Einrichtung“. Die Zahl der Kita-Mitarbeiterinnen werde sich erhöhen müssen. Schon jetzt qualifizieren sich Erzieherinnen des Kindergartens, um später die 0- bis 3-Jährigen betreuen zu können.

Laut Ridder liegt das Projekt nach den bisherigen Ausschreibungen im Kostenrahmen. Rund 550 000 Euro sind veranschlagt. Ein großer Teil wird durch Landeszuschüsse abgedeckt, aus dem Stadtsäckel sind 107 000 Euro eingeplant. Die Kirche ist mit 10 000 Euro für die Erstausstattung dabei.

„Jetzt geht‘s los“, freute sich Kita-Chefin Schröder in WM-Manier. Und Architektin Carola Gräflich zog angesichts der nun umgewidmeten, einstigen Spielfläche einen schönen Vergleich: „Die Krippe ist wie ein Geschwisterkind. Man muss zusammenrücken, es wird alles ein wenig enger – doch dann ist es eine Bereicherung.“

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