Nachfragemangel

Sorgen bei Wittinger Tafel: Bromer Außenstelle schließt

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Die Wittinger Tafel ist Anlaufpunkt für sozial Bedürftige, kämpft aber aktuell mit Problemen.

Wittingen – Das Team der Wittinger Tafel kämpft auch in diesem Jahr für die Grundversorgung und Lebensmittelverteilung an sozial Bedürftige im Nordkreis. Strukturelle Probleme erschweren jedoch den reibungslosen Ablauf. Eine Außenstelle musste bereits schließen.

Mehr als 1500 Menschen suchen regelmäßig die Hilfe der Wittinger Tafel und der dazugehörigen Außenstellen auf.

Doch die große Nachfrage betrifft nicht alle Standorte. Das Team der Tafel beendete Ende 2019 seine Tätigkeiten bei der Bromer Ausgabe. Die Nachfrage an der Haupstraße war zu gering.

Die Tafel-Vorsitzende Laura Osterloh-Gailliaert verweist aber weiterhin auf eine prekäre Situation. „Mich macht es traurig, dass in unserer Region so viele Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind.“ Logistisch sei es weiterhin schwierig. Die Waren und Lebensmittel reichten für so viele Personen kaum aus. „In unserem Umkreis ist unser Netzwerk irgendwann auch erschöpft. Wir können die Lebensmittel ja nicht herzaubern.“

Osterloh-Gailliaert und ihr Team fühlen sich nach wie vor von der Politik im Stich gelassen. „Ich würde mir wünschen, dass man nicht einfach nur wegschaut. Wir können so nicht weitermachen.“ Eine Grenze sei mittlerweile erreicht, so die Tafel-Chefin.

Unabhängig der schwierigen Situation mobilisiert die Vorsitzende im Moment Lebensmittel und Kleidung für die Opfer des Wittinger Wohnhausbrandes. Fünf Menschen hatten Samstagnacht ihr Hab und Gut in den Flammen verloren (das IK berichtete). „Natürlich müssen wir da helfen“, erklärt Osterloh-Gailliaert. „Dafür sind wir da.“

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