Vorsitzender des Imkervereins vermutet Nahrungsmangel bei den Insekten

Sorge um Wespenbestand

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Der Wespenbestand im hiesigen Raum schrumpfe, sagt Thomas Manske, Vorsitzender des Imkervereins Knesebeck.

Isenhagener Land. Eigentlich könnte Thomas Manske, Vorsitzender des Imkervereins Knesebeck, den Sommer entspannt genießen. Von Wespennestern aufgeschreckte Bürger rufen zurzeit kaum bei ihm an. Aber genau das bereitet ihm Sorge.

„Die Tiere werden in unserer Region immer weniger, weil sie kaum noch Futter finden“, so Manskes Wahrnehmung.

Ganz anders an Rhein und Main. Dort haben die Tiere in diesen Tagen offenbar ideale Bedingungen und sind reichlich vorhanden, berichten der NABU Hessen und NRW.

Das kann Manske von der hiesigen Population nicht behaupten. Die Nahrung der Insekten sei rar geworden, berichtet Manske. Sie ernährten sich hauptsächlich von Insekten. Der Imker hält die Spritzmittel, die in der Landwirtschaft benutzt werden, für Insekten gefährlicher, als sie von der Industrie deklariert sind. Die Bauern trügen keine Schuld am schleichenden Verschwinden der Insekten, solange sie sich an die Vorschriften hielten.

Der Imker aus Obernholholz sagt: „Ist man vor einigen Jahren um diese Jahreszeit eine längere Strecke mit dem Auto gefahren, wer die Windaschutz-Scheibe völlig von Insekten verschmiert. Das beobachte ich heute nicht mehr.“

Bekommt Manske einen Anruf in Sachen Wespen, setzt er auf Beratung. In den meisten Fällen könne das Nest dann dort bleiben, wo es von den Tieren angelegt worden ist, sagt Manske. Auf dem Land sei man im Bezug auf das Auftreten der Tiere gelassener als in der Stadt weiß Manske.

Wespen sähen in den Menschen keine Feinde. Es sei denn, man kommt ihnen zu nahe. Das endete für Kinder in Nordrhein-Westfalen allerdings schlimm.

Von Jens Schopp

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