Die beliebtesten Vornamen des Jahres 2011 in Wittingen / Unterschiede zum Bundestrend

Sophie und Elias an der Spitze

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Die Geburten von 147 Kindern wurden im laufenden Jahr im Standesamt Wittingen beurkundet. Auf Platz eins bei den Vornamen landeten dabei Sophie (vier Nennungen) und Elias (fünf).

Wittingen. „Sophie und Elias, kommt doch bitte mal her!“ Wenn die Mitarbeiterinnen des Wittinger Kindergartens in ein paar Jahren diese Namen rufen, könnte es sein, dass sich gleich eine Handvoll Kinder angesprochen fühlen.

Denn diese beiden Vornamen sind bei Neugeborenen in Wittingen die beliebtesten des Jahres 2011.

Insgesamt 147 Geburten – darunter auch einige von nicht in Wittingen lebenden Müttern – hat die städtische Standesbeamtin Anke Behne im Verlauf dieses Jahres beurkundet. Auch wenn ihr Computer keine Auskunft darüber geben kann, wie sich die Zahl der Neugeborenen auf die beiden Geschlechter verteilt, steht fest: Mit vier Namensnennungen liegt Sophie bei den Mädchen an der Spitze, bei den Jungs hat Elias mit fünf Nennungen die Nase vorn.

Gleich drei Mädchennamen landen auf Platz zwei: Charlotte, Emma und Johanna. Jeweils drei neue Erdenbürger tragen diese Namen. Dahinter folgen Isabella, Lena, Madita, Maya, Melina, Sophia und Viktoria mit jeweils zwei Nennungen. Die bundesweite Euphorie um Lena Meyer-Landrut, die 2010 sensationell den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann, hat diesem Vornamen somit keinen großen Popularitätsschub verschafft – zumindest nicht in Wittingen.

Bei den Jungen liegt ein Duo auf dem zweiten Rang: Jeweils drei Neugeborene heißen Joel und Marlon, gefolgt von Leon, Max, Michel, Mika, Nico, Philipp und Tom mit jeweils zwei Namensnennungen. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Kurze, meist nur ein- oder zweisilbige Vornamen sind sehr beliebt. Dagegen ist die Retro-Welle, bei der viele Eltern ihrem Nachwuchs sehr alte Vornamen wie Maria, Friederike oder Paul gaben, in Wittingen inzwischen abgeebbt.

„Die Reihenfolge auf den ersten fünf Plätzen wechselt jedes Jahr. Aber die bekannten Namen sind immer wieder dabei“, erklärt Anke Behne. Einen aktuellen Trend kann sie bei den 147 beurkundeten Geburten nicht feststellen. Auch musste die Standesbeamtin in diesem Jahr aus rechtlichen Gründen noch keinen Vornamen ablehnen, weil dieser beispielsweise anrüchig oder zu exotisch war. „In der Vergangenheit gab es Einzelfälle, bei denen ein Name nicht als eindeutig weiblich oder männlich erkennbar war“, schildert Anke Behne. Auf ihren Wunsch hin hätten die Eltern dem Kind dann einen zweiten Vornamen gegeben, der eindeutig auf das Geschlecht hinweist.

Die Vorlieben der Wittinger weisen übrigens einige Unterschiede zum Bundestrend auf: Der deutschlandweit beliebteste Mädchenname 2011 ist Mia, gefolgt von Emma, Hannah/Hanna, Anna und Lea/Leah. Bei den Jungen liegt Ben ganz vorne, es folgen Leon, Lucas/Lukas, Finn/Fynn und Jonas.

Von Bernd Schossadowski

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