Solarstrom vom Acker?

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Heute berät der Wesendorfer Samtgemeinderat über eine Änderung des F-Planes, um die planerischen Voraussetzungen für die Errichtung von Solarstromanlagen auf einer Freifläche bei Klein Oesingen zu schaffen.

Wesendorf. Eine von der Bundesregierung schon für den 1. Juli angestrebte Verringerung der Einspeisevergütungen für Solarstrom veranlasst die Samtgemeinde Wesendorf, eine erneute Änderung des Flächennutzungsplanes anzugehen. In seiner heutigen Sitzung (19 Uhr, Rathaus) berät der Samtgemeinderat darüber, die schon vorbereitete 30. Änderung des F-Plans zu teilen. Von André Pohlmann

Vorgezogen und damit beschleunigt abgearbeitet werden sollen mehrere Änderungen, zu denen auch die flächenplanerische Vorbereitung für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf einer Freifläche am nördlichen Rand von Klein Oesingen gehört. Auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern unmittelbar angrenzend an ein Wohnhaus möchte der Eigentümer dort Kollektoren zur Gewinnung von Strom aus Sonnenkraft aufstellen. Bereits im März hatte der Groß Oesinger Gemeinderat mit einer Änderung des Bebauungsplanes grünes Licht für das Projekt gegeben (das IK berichtete). Auf Bundesebene wird schon seit einigen Monaten diskutiert, die Einspeisevergütungen für Solar erzeugten Strom zum Stichtag 1. Juli zu verringern, dies betrifft insbesondere Solarenergie, die auf landwirtschaftlichen Flächen produziert wird. Ein Beschluss ist zwar bei der Bundesregierung nach wie vor nicht gefallen, doch von seiten der Samtgemeinde sollen jetzt noch kurzfristig die planerischen Voraussetzungen für die Errichtung der Kollektoren geschaffen werden.

Im selben Verfahren mit abgewickelt werden sollen einige weitere Änderungen im F-Plan erläutert der Chef des Wesendorfer Bauamtes René Weber auf Anfrage des IK. Dazu zählen folgende Änderungsvorhaben: Die Fläche an der alten Tankstelle an der Bundesstraße 4 in Groß Oesingen soll als gewerbliche Baufläche ausgewiesen werden, damit dort künftig Fahrzeuge eines im Ort ansässigen Gewerbebetriebes abgestellt werden können. In Wesendorf soll die Bebauung in dem einmal als Ferienhaussiedlung gegründeten Ortsteil Hasenberg rechtlich nachvollzogen werden. An der Kreuzung der B4 mit der Landesstraße 284 nach Ummern soll eine Nutzung eines früheren Rotlicht-Etablissements als Hotel mit Gastronomie ausgewiesen werden. Weitere kleine Flächen sind in Groß Oesingen, Schönewörde und Wahrenholz in die Planänderung einbezogen. Außerdem wird der Bau der Biogasanlage bei Ummern im Flächennutzungsplan nachvollzogen. Abgetrennt und in einer Änderung 30 b abgearbeitet werden soll ein komplexeres Änderungsverfahren, bei dem es um die planerischen Grundlagen für die Schaffung einer Fischzuchtanlage an der Biogasanlage in Ummern geht. Dabei soll die Abwärme der Biogasanlage für die Fischzucht genutzt werden.

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