Entscheidung vertagt

Solarpark an A 39: Wittinger Bauausschuss sieht noch viele offene Fragen

+
Das 12 Hektar große Flurstück für den Solarpark (schraffiert dargestellt) hört auf den Namen „Blöcken“.

Wollerstorf – Vorerst kein grünes Licht für Solarmodule auf einem Acker bei Wollerstorf: Der Wittinger Bau- und Umweltausschuss hat einen entsprechenden Antrag eines Grundbesitzers aus Wollerstorf zunächst vertagt.

Dazu riet auch die Verwaltung: Der Erste Stadtrat Holger Schulz sagte, das Raumordnungsprogramm des Landes stehe dem Vorhaben entgegen, die Stadt könne unter den gegebenen Bedingungen keine Bauleitplanung für das Projekt aufstellen.

Für Bedenken könne auch die Tatsache sorgen, dass das Überschwemmungsgebiet der Fulau bis an die vorgesehene Fläche zwischen Darrigsdorf und Wollerstorf heranreicht.

Auch die Politik zeigte sich reserviert. Es gebe viele offene Fragen, man solle den Antrag daher zurückstellen, fand Walter Schulze (Knesebeck, CDU). Hans-Heinrich Koch (SPD) sah das genauso, verhehlte aber nicht eine grundsätzliche Akzeptanz seinerseits für Vorhaben dieser Art: „Solarmodule sind mir lieber als Windräder.“ Auch Ralf Beyer (Grüne) fand das Vorhaben „generell besser als Biogas“. Andrea Harms (FWG) bemängelte die knappe, dreiseitige Form des Antrags und vermisste detailliertere Informationen. Matthias Rönneberg (CDU) sagte, es sei schade, wenn durch solch ein Projekt landwirtschaftliche Fläche verlorengeht.

Stadtbürgermeister Andreas Ritter sah noch aus anderen Gründen die Notwendigkeit, die Sache zu vertagen: Ganz in der Nähe soll einmal die A 39 verlaufen – da sei es ratsam, die Lage der Solar-Fläche in spe noch einmal mit der geplanten Autobahntrasse abzugleichen.  bo

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare