Sunfarming will Projekt dieses Jahr realisieren

Solar- und Gewächshaus geplant: Tomaten aus Knesebeck

Diese roten Vitaminspender sollen bald in Knesebeck wachsen: Auch Tomaten, so war am Donnerstag im Knesebecker Rathaus zu hören, sollen zum Produkt-Portfolio von Sunfarming gehören.
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Diese roten Vitaminspender sollen bald in Knesebeck wachsen: Auch Tomaten, so war am Donnerstag im Knesebecker Rathaus zu hören, sollen zum Produkt-Portfolio von Sunfarming gehören.

Knesebeck – Wird dieses Jahr das Sunfarming-Projekt in Knesebeck Wirklichkeit? Das Unternehmen hat inzwischen den Bauantrag für das Projekt an der Gifhorner Straße gestellt.

Wenn die Genehmigung erteilt wird, sollen die Bauarbeiten nach Möglichkeit im Sommer beginnen und auch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Auf dem Areal gegenüber dem Butting-Firmengelände sollen dann künftig pro Jahr 700 000 Kilowatt Solarstrom sowie verschiedene Sorten Obst und Gemüse erzeugt werden.

Die Sunfarming GmbH, beheimatet im brandenburgischen Erkner, kalkuliert mit einer Bauzeit von 6 bis 8 Wochen, wie der Ortsrat am Donnerstagabend erfuhr. Die Politiker stimmten einem Durchführungs- und Erschließungsvertrag mit dem Unternehmen zu, die Entscheidung fiel einstimmig.

Die beiden mit dem Projekt befassten Sunfarming-Vertreter Ilona Paulick und Martin Tauschke erläuterten dem Ortsrat Details der Planung. „Wir wollen so wenig wie möglich Menschen belästigen“, sagte Paulick auf Fragen zur Bauphase und dem An- und Abtransport von Gütern. „Wir suchen Akzeptanz.“ Die Ortspolitiker thematisierten vor allem die An- und Abfahrtswege und eine mögliche Staubentwicklung auf unbefestigtem Untergrund. Die offizielle Erschließung erfolgt von Norden her („Im Vahldieck“), nach Süden hin wird das hinter der Bahnlinie liegende Grundstück aber auch angebunden sein.

Die Abfuhr von produziertem Gemüse aus dem Gewächshaus erfolge „ein- bis zweimal pro Woche“, meinte Tauschke. Erledigt werde das mit einem Kleinbus. Der erzeugte Strom finde seinen Weg „zu 99 Prozent“ direkt zur Firma Butting. Gleichwohl werde der Solarpark auch ans Netz angebunden, um zeitweilig überschüssigen Strom einzuspeisen.

Das Gebäude erreicht eine Höhe von bis zu 3,10 Meter. Je nach Auslastung des Betriebs sollen etwa 10 Personen in dem Betrieb beschäftigt sein – werktags, von 8 bis 17 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist bis auf Ausnahmefälle keine Arbeitszeit vorgesehen. Störende Geräusche oder Luftverschmutzung sollen von dem laufenden Betrieb laut Baubeschreibung nicht ausgehen.

VON HOLGER BODEN

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