B 244: Vier Orts-Chefs aus Wittinger Stadtgebiet gehen in die Offensive

Mit Smileys gegen Raser

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Ortsvorsteher und -bürgermeister gestern im Hotel Bennett’s im Gespräch mit Vertretern von Polizei und ADAC.

Wittingen/Radenbeck. Auf der B 244 sind zu viele Raser unterwegs – das ist die Überzeugung von vier Ortsbürgermeistern und -vorstehern aus dem südöstlichen Wittinger Stadtgebiet. Sie wollen nun gegen zu hohes Tempo in die Offensive gehen.

Das erweist sich allerdings als knifflige Aufgabe.

Karl-Heinz Brandes (Radenbeck), Karl-Heinz Gauert (Zasenbeck), Christian Dalibor (Ohrdorf) und Carsten Dreblow (Suderwittingen) teilen ein Problem: Für viele Autofahrer sind die gelben Schilder am Ortseingang noch lange kein Grund, ihre Geschwindigkeit auf die innerorts vorgeschriebenen 50 km/h zu drosseln. Sie machen sich Sorgen um erhöhte Unfallgefahr und die Sicherheit von Schulkindern an Bushaltestellen. Solche Befürchtungen kommen offenkundig auch aus der Einwohnerschaft: In Suderwittingen, so berichtet Dreblow, seien Bürger inzwischen bereit, für Tempomesstafeln zu spenden.

Solche Geräte, die mit Smileys oder heftig blinkenden Zahlen auf zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam machen, gelten für die Orts-Chefs als eine Möglichkeit der Gegenwehr. Das Quartett stellt sich allerdings die Frage, ob nicht die Stadt in der Verantwortung wäre, die Tafeln zu bezahlen. Deshalb soll es einen gemeinsamen Vorstoß bei Politik und Verwaltung geben.

Gestern trafen sich Brandes, Gauert, Dalibor und Dreblow mit Vertretern von ADAC und Polizei, um auszuloten, wie Experten die Situation auf der B 244 sehen. Insbesondere im Schichtverkehr seien viele Autofahrer zu schnell unterwegs – diese Sichtweise konnten auch Wittingens Polizeichef Martin Jendrichowski und sein Kollege Helge Reinsch bestätigen. Aber: In der polizeilichen Statistik sei die B 244 im Bereich um Wittingen und Radenbeck eher unauffällig, mit Unfallzahlen „im unteren Bereich“ und wenig spektakulären Ergebnissen bei polizeilichen Tempomessungen.

Derweil hat sich herausgestellt, dass die in Ohrdorf vermeintlich im Eichelkamp registrierten hohen Geschwindigkeiten (das IK berichtete) in Wirklichkeit auf der B 244 gemessen wurden – aber in Höhe der Einfahrt zum Eichelkamp. Es gab offenbar einen Kommunikationsfehler zwischen Bauamt und Ortsbürgermeister.

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Von Holger Boden

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