Skorpion im Wohnzimmer

Gewaltiger Schrecken: Dieser Skorpion kletterte im Wohnzimmer einer jungen Familie in Radenbeck an der Wand entlang.
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Gewaltiger Schrecken: Dieser Skorpion kletterte im Wohnzimmer einer jungen Familie in Radenbeck an der Wand entlang.

hu Radenbeck. Helle Aufregung herrschte jetzt bei einer jungen Familie in Radenbeck. Während der Ehemann sich abends auf dem Sofa entspannte, saß die Ehefrau am Laptop und blickte wie zufällig über den Bildschirm an die gegenüberliegende Wand im Wohnzimmer. Dort kroch ein schwarzes größeres Tier über die Tapeten.

Zunächst dachte die Frau, es wäre eine Heuschrecke oder ein ähnliches Insekt. Als sie dann das Tier näher betrachtete, traute sie ihren Augen nicht – es handelte sich um einen Skorpion – wie sie in Spanien und im weiteren Mittelmeerraum vorkommen.

Nun war der Ehemann gefordert. Er musste den Skorpion behutsam einfangen und ihn sicher in eine Kunststoffschale mit Deckel verpacken. Nach Recherchen des Paares im Internet handelt es sich um den Skorpion „Italicus“. Er wird als mindergiftig beschrieben, sein Stich soll einem Wespenstich ähnlich sein.

„Was wäre passiert, wenn sich dieser Skorpion womöglich in die Betten des Kinderzimmers verkrochen hätte und den Sohn oder die Tochter gestochen hätte? Zumal der Sohn unter einer Insektenstichallergie leidet.“ Die jungen Eltern mögen sich dieses gar nicht weiter ausmalen. Wie kam nun dieser Skorpion in die Wohnung in Radenbeck?

Da am Wochenende Einkaufen angesagt war, hatte die Ehefrau eine stabile Pappkiste „Made in Spanien“ für die Verstauung ihrer eingekauften Waren im Supermarkt herausgesucht. Sie vermutet, dass sich der Skorpion in diesem Pappkarton in den Seitenwänden verkrochen und so mit den Einkaufswaren ins Haus geraten war. Wohin nun mit diesem Tier? Der Zoohandel nimmt die Tiere ohne Einfuhrpapiere nicht an. Letzte Rettung war dann das Artenschutzzentrum in Leiferde. Hier erklärte man sich bereit das Tier aufzunehmen. Deshalb der Rat der jungen Familie: Beim Einkauf von Frischwaren aus südlichen Ländern diese genauer auf mögliche eingeschleppte Tiere ansehen und überprüfen.

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