Bahnhof, Bauland, Bürgermeister / Trautmann will wohl nicht wieder antreten

Das sind die Wittinger Orts-Themen 2016

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Bauland, Bahnhof, Junkerstraße, Kommunalwahl – vier große Wittinger Themen in einem Jahr, in dem Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann offenbar einen Nachfolger bekommt.

Wittingen. Neue Bauplätze in Wittingen – für Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann wird das 2016 das Kernthema im Kernort.

„Das ist ganz aktuell“, findet der Sozialdemokrat, denn im Steinhaufenacker sei im Prinzip nichts mehr zu haben, und die rund 15 weiteren Parzellen, deren Ausweisung dort geplant sei, reichten nicht aus.

Wolfgang Trautmann

Trautmann findet, die Politik müsse deshalb in diesem Jahr die Pläne für neues Bauland an der Kakerbecker Straße voranbringen. Den Vorschlag aus der FWG, sich vorrangig auf die Innenentwicklung zu konzentrieren, halte er für „falsch“. Ein Baulückenkataster sei nicht zielführend, glaubt Trautmann: „Wer bauen will, wird es schon gewahr, wenn irgendwo jemand eine Lücke verkaufen will.“ Er plädiere auch für neue Bauplätze, weil Wittingen potenziellen Bauherren auch Wahlmöglichkeiten bieten solle.

Das andere große Thema, das in diesem Jahr in Wittingen im Fokus stehen dürfte, ist der Bahnhof. Zum einen wegen der Neugestaltung des Umfelds der DB-Anlagen, zum anderen auch, weil die Stadt nun auf der alten OHE-Fläche gestaltend tätig werden könnte. „Da muss jetzt eine Planung her“, meint Trautmann, der das OHE-Areal auf die Tagesordnung der nächsten Ortsratssitzung heben will, voraussichtlich im Februar. Der Ortsbürgermeister würde die Ansiedlung von Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor begrüßen.

Ein Dauerthema sind die Wittinger Innerortsstraßen – auch dieses Jahr soll die Liste der notwendigen Sanierungen weiter abgearbeitet werden, an der Reihe ist die Berkenbuschstraße. Zudem wird sich die Stadt mit der Kakerbecker Straße beschäftigen müssen, wo der Wasserverband die Kanalisation erneuern will. Auch die Bromer Straße und die Spittastraße kommen in dieser Hinsicht eventuell auf die Agenda.

Für die Zeit nach der Stadthallensanierung war eigentlich mal die Aufhübschung des Umfelds vorgesehen. 2016 werde da aber noch nichts passieren, meint Trautmann, es werde „höchstens eine Planung“ auf den Weg gebracht. Persönlich plädiere er dafür, „endlich mal“ den Weg von der Bahnhofstraße am Ehrenhain entlang zur Nachtweide zu beleuchten. Ob das für dieses Jahr realistisch ist, weiß Trautmann aber auch nicht.

Als Nachnutzung der Kleinen Wallstraße 4 sieht Trautmann unter den gegebenen Umständen neue Wohnbebauung als sinnvollste Alternative an. Dafür solle das Grundstück aber wieder an einen privaten Investor verkauft werden – es sei nicht Sache der Stadt, Immobilien zu bauen.

Die Belebung der Innenstadt bleibe freilich auch eine wichtige Aufgabe, so Trautmann – er kenne aber „kein Geheimrezept“. Für den nördlichen Rand der Altstadt werden 2016 Pläne zur städtebaulichen Entwicklung gemacht, die Stadt hofft auf Fördergelder für die Junkerstraße und angrenzende Bereiche.

Und dann ist da noch ein Termin am 11. September, und Trautmann hat einen Wunsch: „Eine anständige Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl.“ Er selbst will „nach heutigem Stand“ nicht wieder kandidieren.

Von Holger Boden

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