Steinhorster als Kreisvorsitzender bestätigt / ZGB-Aufwertung: Kritik von Ebel

CDU setzt weiter auf Kuers

Der Vorstand der CDU um den im Amt bestätigten Vorsitzenden Andreas Kuers (4.v.r.). Fotos: Ohse
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Der Vorstand der CDU um den im Amt bestätigten Vorsitzenden Andreas Kuers (4.v.r.).

Langwedel. Bis Januar beschäftigt das „Superwahljahr“ auch den Gifhorner CDU-Kreisverband.

Ingrid Pahlmann gratulierte Andreas Kuers zur Wiederwahl.

„Als Direktkandidaten sollen Ingrid Pahlmann in den Bundestag und Kerstin Keil sowie Horst Schiesgeries in den Landtag einziehen“, gab der Kreisvorsitzende Andreas Kuers auf dem Kreisparteitag am Samstagvormittag im Langwedeler Gasthaus Kahrens die Ziele vor. Kuers sparte nicht mit Kritik an der derzeitigen Landesregierung, die etwa bei den Themen Wolf, A39 und der Landwirtschaft nicht mit-, sondern gegeneinander regiere. Positiv sei die Bilanz der letzten Wahlen aus CDU-Sicht: In Hankensbüttel, Ribbesbüttel, Ehra-Lessien, Vordorf und Rühen stelle man wieder die Bürgermeister, zudem habe man wieder einen CDU-Landrat.

Weitgehende Einigkeit gab es bei den Wahlen beim CDU-Kreisparteitag.

Bei den Wahlen zum Kreisvorsitzenden wurde Kuers mit 77 von 98 Stimmen wiedergewählt. Elf Nein-Stimmen waren möglicherweise die Retourkutsche für die Nichtwiederwahl von Jochen Gese, der den Kreisvorsitz des Städte- und Gemeindebunds an Kuers abgeben musste. Gese hatte Kuers zuvor „Wortbruch“ vorgeworfen. Der Steinhorster konterte: „Ich habe mich nur zur Wahl gestellt, weil niemand Gese vorschlagen wollte.“ Stellvertretende Kreisvorsitzende sind Timm Bußmann (Müden), Dr. Frank Bühren (Gifhorn), und Dr. Claudia Zieres-Nauth (Papenteich), die die Ämter von Kilian Sartor (Gifhorn) und Sabine Grußendorf (Abbesbüttel) übernahmen. Die besten Ergebnisse erzielten die neue Schatzmeisterin Annette Merz (Sassenburg, 97 von 99 Stimmen, Nachfolgerin von Astrid Schulz) und der Mitgliederbeauftragte Klaus Schindler (Gifhorn, 98 von 98).

Fast komplett wurden die Beisitzer ausgetauscht. Hier erreichten Horst Schiesgeries (Müden), Yvonne Droste (Hillerse), Ingrid Klopp (Wiswedel), Heinrich Pahlmann (Wilsche), Melanie Schulze (Wesendorf), Sabine Grußendorf (Abbesbüttel), Christian Wrede (Vollbüttel), Christian Hinze-Riechers (Kakerbeck), Torsten Genz (Neubokel) und Petra Müller-Kahlke (Brome) die erforderliche Mehrheit.

Für den Landkreis berichtete Landrat Dr. Andreas Ebel von der Herausforderung“ durch das Dauerthema Flüchtlinge. „1700 leben derzeit im Landkreis, 1170 weitere Flüchtlinge sollen noch in diesem Jahr kommen, vorwiegend aus Afrika“, sagte er. Für Integrationsbemühungen sei eine Stabsstelle beim Landkreis eingerichtet worden. Der Breitbandausbau im Kreis soll noch in diesem Jahr beginnen.

Kritik äußerte Ebel – wie zuvor auch schon Schiesgeries – an weiteren Aufgaben für den ZGB. Der solle zunächst die bisherigen Aufgaben erledigen, bevor er weitere Zuständigkeiten bekomme. Zudem würde die Selbstverwaltung der Kommunen ausgehöhlt, wenn immer weitere Aufgaben auf den ZGB übertragen würden.

Von Burkhard Ohse

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