Beim 10. Bockbierfest der Privatbrauerei ging gestern Abend die Post ab

Servus, Wittingen!

Die Münchner Zwietracht hatte die Menge im Griff.

bo/ard Wittingen. „Servus, Wittingen!“, schallte es durch das Festzelt: Mit dem Anstich des ersten Fasses durch Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder startete gestern Abend kurz nach 20 Uhr offiziell die wohl größte Fete des Jahres im Gifhorner Nordkreis.

Doch für manchen Besucher war das Bockbierfest der Privatbrauerei da schon über zwei Stunden alt – den frühen Einlass am späten Nachmittag hatten viele Fans genutzt.

Rockin’ all over the world? Nein, das sind nicht Status Quo, sondern die Münchner Zwietracht mit ihrem Bayern-Boogie. Ex-Bierkönigin Nicole Zahrte schenkte derweil fleißig aus.

Etwas mehr als 3000 Gäste – Freunde, Vereinsvertreter, Geschäftspartner und Kunden der Brauerei – hatte die Privatbrauerei eingeladen, mehr ging nicht. Auf der Bühne gehörte der Abend den Stimmungsmusikern von der Münchner Zwietracht, nachdem Ridder und Christian Schulz-Hausbrandt, Geschäftsführer der Brauerei, die ersten Krüge an die Gäste verteilt hatten, unterstützt von der ehemaligen Bierkönigin Nicole Zahrte. Auf Tischen und Bänken sangen viele Feiernde mehr oder weniger richtig, aber auf jeden Fall laut mit. Das Festzelt an der Celler Straße war kurz vor dem Abheben.

Sechs Monate lang hatte das besondere Bier im Keller der Privatbrauerei gereift. Gestern nun war es vorbei mit der Geruhsamkeit. Die Tresen-Teams arbeiteten im Akkord an den aufgereihten Ausgabestellen, die ein bisschen die Frage aufkommen ließen, ob es sich dabei nicht vielleicht um so etwas wie die längste Theke der Welt handeln könnte. Naja, oder zumindest des Landkreises.

Da feiert es sich gleich noch eine Spur bayrischer: Dirndl war mächtig en vogue gestern Abend.

Klotzen statt Kleckern, das war die Devise. Bei der zehnten Auflage des Bockbierfestes hatte das Brauerei-Team freilich genug Erfahrung in die Waagschale zu werfen, um zu wissen, worauf es ankommt. Das Zelt war so groß, dass sogar riesige Bildschirme aufgehängt waren, damit niemand etwas vom Bühnengeschehen verpasst. Viele Gäste waren gleich im zünftigen Dirndl oder der praktischen Lederhose gekommen, ganz à la Münchner Oktoberfest. Wie in der bajuwarischen Hauptstadt wurde geschunkelt und getanzt. Kein Wunder, spielte doch laut Schulz-Hausbrandt die „beste, tollste Oktoberfest-Band“ live in Wittingen. Sein Lob galt auch den Braumeistern, die das Bockbier gebraut hatten.

Schon im letzten Jahr hatte Schulz-Hausbrandt angekündigt, in diesem Jahr etwas Besonderes zu bieten und für mehr Platz zu sorgen. Doch trotz der Steigerung der Gästezahlen um 200 Prozent – auch diesmal hätten es noch viel mehr sein können.

Das bewies nicht nur der Eintrittskartendiebstahl im Vorfeld. Der hatte bewirkt, dass die Polizei sich gestern Abend am Eingang ganz genau umsah, um vielleicht jemanden mit einem Ticket zu erwischen, das ihm nicht gehörte. Doch die Beamten warteten vergebens auf jemanden, der mit geklauter Karte in Zelt wollte.

Fotostrecke (Teil 1)

Servus, Wittingen! Bilder vom Bockbierfest (Teil 1)

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Servus, Wittingen! Bilder vom Bockbierfest (Teil 2)

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Servus, Wittingen! Bilder vom Bockbierfest (Teil 3)

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