Wittingen: Stadt plant Familienzentrum in Innenstadt / Institutionen und Vereine sollen mit ins Boot

Von Seniorenkaffee bis Jugendarbeit

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Generationsübergreifende Angebote wünschen sich Rausch und Rothe für Wittingen.

Wittingen. Kleine Veränderungen und große Pläne: Im sozialen Bereich, insbesondere in der Jugendförderung der Stadt Wittingen tut sich was. So wurde etwa Helene Rauschs Stelle als Leiterin der Jugendförderung aufgestockt.

Die Profilierung Hauptschule, für die Rausch vorher ebenfalls zuständig war, wurde dafür neu ausgeschrieben. Ein großes Projekt, für das Rausch direkt die Federführung übernimmt: Eine Art Familienzentrum für die Stadt Wittingen, informiert der Erste Stadtrat Peter Rothe.

Gespräche mit dem Landkreis habe es bereits gegeben. „Wir sind da nicht mit einem Nein rausgegangen, aber auch ohne konkrete Angaben“, berichtet Rothe. Das Vorhaben steckt noch in den Kinderschuhen. „Wir müssen als erstmal eine Projektierung mit unseren Ideen auf die Beine stellen“, sagt Rothe.

Und Ideen sind bereits einige vorhanden: Grundsätzlich geht es um eine zentrale Einrichtung, die alle Angebote aus dem sozialen Bereich generationsübergreifend zusammenbringt. Rothe: „Von Seniorenkaffee über Beratung und Mutter-Kind-Angebote bis zur Jugendförderung – alles, was es hier in Wittingen bereits gibt soll möglichst darein.“ Dadurch könne eine Art Mitnahmeeffekt entstehen, glaubt Rothe.

Es geht darum, die soziale Arbeit generationsübergreifend zu gestalten, erklärt Rausch. Und auch darum „die Ressourcen unter einen Hut zu bringen, Sysnergien und Transparenz zu schaffen.“ Es seien zwar viele Angebote und Anbieter in Wittingen vorhanden, diese wüssten aber bisher wenig voneinander und existierten aneinander vorbei.

Mit einer Vernetzung könnten auch bisher brach liegende Potenziale genutzt werden. So könnten beispielsweise Senioren den Jugendlichen auf zahlreichen Ebenen ihre Erfahrungen und ihr Know-How weitergeben – oder mit den Kindern Gesellschaftsspiele spielen. „So könnten auch Vorurteile zischen den Generationen abgebaut werden“, sagt Rausch.

Als Standort haben Rothe und Rausch die Innenstadt im Visier. Vorteil: Neben einer zentrale, leicht erreichbaren Lage, könnte man so auch die von leerstand gebeutelte City beleben. Eine Küche und eine Art Werkstatt oder Bastelraum sollten zudem im Gebäude Platz finden. Rausch: „Mir ist auch der praktische Teil wichtig.“

Damit das ehrgeizige Vorhaben von Anfang an auf breite Zustimmung stößt, ist schon im November eine Zukunftswerkstatt mit allen sozial engagierten Institutionen des Stadtgebiets geplant. Diese sollen dann schon in der Planungsphase aktiv ihre Ideen einbringen können. „Bisher sind wir bei allen Einrichtungen auf grundsätzliches Interesse gestoßen“, freut sich Rothe, der hofft, dass sich den Interessebekundungen auch feste Zusagen anschließen. Mit Abschluss der Zukunftswerkstatt soll dann möglichst dr Deckel drauf, sodass ein festes Konzept zum Jahresenden steht.

Von Steffen Schmidt

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