OHE-Gebäude: Zukunft offen

Seniorenheim am Wittinger Bahnhof? Investor hat Interesse an Fläche

Die ehemalige Fläche des OHE-Bahnhofs im Vordergrund hat das Interesse eines Investors geweckt, der in Wittingen ein Seniorenheim bauen möchte. Gibt es grünes Licht von Politik und Denkmalschutz, dann könnte das Grundstück des OHE-Gebäudes Teil der Pläne werden.
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Die ehemalige Fläche des OHE-Bahnhofs im Vordergrund hat das Interesse eines Investors geweckt, der in Wittingen ein Seniorenheim bauen möchte. Gibt es grünes Licht von Politik und Denkmalschutz, dann könnte das Grundstück des OHE-Gebäudes Teil der Pläne werden.

Wittingen – Neue Entwicklung in der Diskussion über die Zukunft des ehemaligen OHE-Gebäudes am Wittinger Bahnhof: Es gibt seitens eines Investors Interesse an der neben dem Objekt liegenden Fläche am Kleinbahnhof sowie an dem Grundstück, auf dem die marode Immobilie steht.

Die Überlegungen haben den Bau eines Senioren-Pflegeheims zum Ziel, wie Stadtbürgermeister Andreas Ritter auf IK-Anfrage informierte.

In der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend war das Gebäude im Zuge der Haushaltsberatungen einmal mehr zur Sprache gekommen. Ritter berichtete von Gesprächen, bei denen ein Planungsbüro Ansprechpartner der Stadt sei. Der hinter den Planungen stehende Investor wolle für sein Vorhaben die Immobilie mit erwerben und abreißen, falls es grünes Licht für seine Pläne gebe.

Fix ist freilich noch nichts – weder sind die Gespräche abgeschlossen, noch gibt es entsprechende politische Beschlüsse. Offen ist auch, ob das Haus nicht vielleicht sogar stehen bleiben muss. Die Denkmalschutzbehörde führt die Immobilie laut Ritter derzeit als „Prüffall“, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Was bisher auch daran scheitere, dass wegen der Pandemie kein Vor-Ort-Termin der Denkmalschützer zustande gekommen ist.

In der städtischen Politik wie auch in der Bürgerschaft gibt es – daran erinnert Ritter – verschiedene Haltungen zum Umgang mit der Immobilie. Die einen befürworten einen Abriss, andere wollen einen Erhalt. Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (BA) sagte in der Ausschuss-Sitzung, er würde es begrüßen, wenn bei einer künftigen Nutzung zumindest die Fassade des alten OHE-Gebäudes erhalten bleiben könnte.

Eine Sanierung wird auf 3 Millionen Euro taxiert, Abrisskosten würden wohl mit 200 000 Euro zu Buche schlagen. Die Tatsache, dass die Kassen wegen Corona leer sind und allein im nächsten Jahr ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro auf die Stadt zukommen könnte, dürfte bei den weiteren Diskussionen über das Objekt keine kleine Rolle spielen. Ritter, der bereits deutlich gemacht hatte, dass er einen Abriss bevorzugen würde, begrüßt das Interesse von außen, an dem Standort „etwas Neues zu erreichten“. Er verweist auch darauf, dass es seitens der Stadt aktuell keinen Verwendungszweck für das Gebäude gebe.

„Auf jeden Fall sollte bald eine Entscheidung her“, meint der Rathauschef. „Das Gebäude wird nicht besser.“ Einen Haushaltsposten für eine etwaige Sanierung soll es im Haushalt 2021 nicht geben. Den Vorschlag des Vorsitzenden Karl-Heinz Brandes (CDU), solche Mittel angesichts der aktuellen Situation zunächst ins Jahr 2022 zu schieben, teilte der Bauausschuss einhellig.

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