Isenhagener Land: Stürme und Nässe erschweren die Arbeiten in den Wäldern

Schwierige Holzernte

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Derzeit geht die Holzernte nur langsam voran. Schuld ist die Nässe. Nur das Arbeiten mit der Motorsäge ist machbar.

Isenhagener Land. Die Stürme der letzen Monate haben die Wälder im Nordkreis nicht verschont. Die fällige Holzernte wird jetzt von der Feuchtigkeit erschwert. Dabei muss das Windwurf-Holz eigentlich schnell aus dem Wald, bevor es von Schädlingen befallen wird.

„Wir sind mitten in der Holz-Ernte-Saison“, berichtet Knut Sierk, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten. „Die Stürme haben uns immer mal wieder in unserer Arbeit gestört. Auch mit der Witterung haben wir Probleme. Durch das nasse Wetter müssen wir die Arbeiten immer wieder einstellen. So kommen wir nicht so voran, wie wir es gerne hätten.“

Auch Eckard Klasen, Leiter des Forstamtes Südostheide, kann dies für den Nordkreis bestätigen. „Die Holzernte ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Wir müssen die Arbeiten teilweise aussetzen und pausieren. Nur der letzte Frost hat kurze Zeit Entlastung gebracht.“ Im Winter sei Nässe besonders schwierig, weil die Bäume das Wasser des Bodens kaum aufnehmen. Deswegen könne derzeit auch nur manuell mit der Motorsäge gearbeitet werden.

Große Probleme bereitet derzeit das Holzrücken, der Abtransport der Stämme, wie Klasen und Sierk berichten. „Der Boden hat keine Chance, mal zu trocknen. Deswegen ist es schwierig, das Holz dort bereitzustellen, wo die Lkw die Stämme aufladen“, so Sierk. Und Klasen ergänzt: „Das Holz kann erst gerückt werden, wenn es das Wetter zulässt. Deswegen kann es auch sein, dass die Stämme auch mal zwei Monate im Wald liegen bleiben.“

Beide sind sich zudem einig, dass die Stürme „Xavier“ und „Herwart“ im Oktober kaum Einfluss auf den Holzpreis haben. „Wir befürchten aber, dass Sturm Friederike den Preis stark beeinflusst, weil in mehreren Bundesländern viele Bäume umgefallen sind“, so der Leiter des Forstamtes. Genau Zahlen gebe es aber noch nicht. Der niedersächsische Waldbesitzerverband rechnet für Niedersachsen insgesamt mit einem Schaden von rund 1,5 Millionen Festmetern Holz.

Von Ann-Cathrin Brey

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