Radenbeck-Boitzenhagen: Drei Autos beteiligt / Polizei warnt vor Herbstgefahren

Schwerer Unfall im Regen

Bei diesem Unfall wurde gestern ein 19-Jähriger aus dem Wittinger Stadtgebiet schwer verletzt. bb

Boitzenhagen. Schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Pkw gestern Morgen kurz nach 7 Uhr auf der Straße zwischen Radenbeck und Boitzenhagen: Ein 19-jähriger aus dem Wittinger Stadtgebiet musste von der Feuerwehr schwer verletzt aus seinem VW Golf befreit werden.

Ein 46-jähriger Wolfsburger im Audi TT Coupe und eine 47-jährige Frau aus Triangel in einem VW Passat wurden laut Polizei leicht verletzt.

Nach Polizeiangaben fuhr der 19-Jährige von Radenbeck aus in Richtung Boitzenhagen, als er in einer Linkskurve auf regennasser Straße die Kontrolle über seinen Golf verlor. Das Fahrzeug stellte sich quer zur Fahrbahn – und ein entgegenkommender Audi TT prallte nahezu ungebremst in die Beifahrerseite, ohne Chance auszuweichen. Der Golf schleuderte an den rechten Straßenrand. Die Passatfahrerin, die hinter dem Audi fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte hinten auf den TT auf.

Die drei verletzten Personen kamen in Krankenhäuser. Ortsbrandmeister Thorsten Winkelmann aus Boitzenhagen leitete den Einsatz der 21 Feuerwehrleute aus Ehra, Radenbeck und Boitzenhagen. Drei Rettungswagen, ein Notarzt und die VW-Unfallforschung waren neben der Polizei im Einsatz. Die Straße war rund eineinhalb Stunden lang voll gesperrt, die Verkehrsbehinderung blieb gering. Der Gesamtschaden an den Unfallfahrzeugen wurde auf mehr als 20 000 Euro beziffert.

• Unabhängig von der Ursache dieses Unfalls hat die Gifhorner Polizei gestern auf die Gefahren im herbstlichen Straßenverkehr hingewiesen. Regen und Tau sorgen für rutschige Straßen. Dazu tragen auch Verschmutzungen durch landwirtschaftlichen Fahrzeuge bei, die vom Acker auf die Straße fahren, warnt Verkehrssicherheitsberater Hans-Heinrich Kubsch.

Ein weiterer Grund für besondere Achtsamkeit: Erntefahrzeuge sind oft breiter und wesentlich langsamer als andere Verkehrsteilnehmer, zudem können sie gerade bei Dunkelheit schlechter zu erkennen sein.

Ein weiterer Gefahren-Faktor ist der Wildwechsel. An den kürzer werdenden Tagen ist das Wild morgens später und abends früher aktiv. Kubsch: „Dämmerungszeiten sind Wildwechselzeiten.“ Der Experte rät: Bei Wildwechsel kontrolliert abbremsen, nicht ausweichen, Lenkrad fest und gerade halten. Auch bei starkem Seitenwind, etwa bei Herbststürmen, nicht hektisch lenken.

Von Bernd Behrens und Holger Boden

Die Bilder vom Geschehen

Schwerer Verkehrsunfall bei Boitzenhagen

Schwerer Verkehrsunfall bei Boitzenhagen

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