Knesebeck/Transvaal: Freilaufender Hund nach über drei Monaten mit Distanznarkose gefangen

Schuss rettet vor Schlimmerem

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Der steht wieder auf: Rufo nach der erfolgreichen Betäubung per Fernschuss.

Knesebeck/Transvaal. Happy End für einen Hund, der sich aus Gifhorn in das Isenhagener Land verirrt hatte. Ein Rüde, der zuletzt wiederholt als freilaufend im Bereich Knesebeck/Transvaal gemeldet wurde, ist mit professioneller Hilfe nach mehreren Wochen eingefangen worden.

Nach einem Narkoseschuss konnte Rufo am Wochenende seinen Besitzern übergeben werden.

Heino Krannich

Das Tier war laut Tierschutz schon am 2. August entlaufen. Der Rüde gehört der Rasse des Breton Andaluz an. Nach Darstellung des Tierschutzes Isenhagener Land war es dem Hund gelungen, sich aus seinem Geschirr zu befreien. Bei Knesebeck wurde er häufig von Landwirten und Spaziergängern, die ihren eigenen Hund ausführten, gesichtet. Allerdings kam niemand in die Nähe des Hundes. „Er machte einen sehr ängstlichen und unsicheren Eindruck“, weiß Petra Paeger vom Tierschutz Isenhagener Land. Das Verhalten erkläre sich daraus, dass ein entlaufener Hund sich im „Überlebensmodus“ befinde – sich also um Schutz und Futter selbst kümmern müsse.

Dass der Hund nun eingefangen werden konnte, ist vor allem dem Spezialisten Heino Krannich (Foto: Kraft/Archiv) zu verdanken. Der Zahrenholzer besitzt weltweites Renommee bei Tiertransporten und der so genannten Distanznarkose. Der Tierschutz nahm Kontakt zu Krannich auf, und der Zahrenholzer, dem der Fall schon bekannt war, zeigte sich sofort bereit zu helfen.

Hilfe kam zudem von vielen anderen Seiten. Eine Knesebecker Familie etwa stellte ihr Grundstück für die Aktion zur Verfügung und fütterte den streunenden Hund dort an. Die Jäger im Knesebecker Bereich wurden informiert, damit nicht auf den Hund geschossen wird. Die Feuerwehr stellte einen Suchscheinwerfer zur Verfügung.

Der große Tag kam am Freitag: Nach zirka fünf Stunden Wartezeit erhielt Rufo einen gezielten Schuss mit dem Narkosegewehr. Danach lief der Rüde laut Paeger noch einige hundert Meter auf das freie Feld, wurde jedoch „durch Krannichs gutes Gespür und einige Suchhelfer schnell gefunden“.

Nachdem der Hund aus der Narkose geholt worden war, versorgte ein Tierarzt noch eine kleine Verletzung – dann konnte der Rüde sich die Nacht über in der Auffangstation des Tierschutzes Isenhagener Land ausruhen. [...]

Von Holger Boden

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