In zwei Fällen ermittelt die Polizei an der Wittinger Oberschule

Schüler mit Drogen erwischt

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Die Polizei hebt immer wieder illegale Cannabis-Plantagen aus – doch die Drogen finden mitunter auch den Weg in die Hände von Schülern im Isenhagener Land.

bo/js Wittingen. Zwei Schüler sind an der Wittinger Oberschule vergangene Woche mit Marihuana erwischt worden. Das bestätigte der Gifhorner Polizeisprecher Thomas Reuter gestern auf IK-Anfrage.

Nach Aussage von Susanne Strätz, Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg, ist dies bereits der zweite Drogenfall binnen weniger Wochen an der Wittinger Oberschule.

In der jüngsten Konstellation geht es um einen 15-jährigen Schüler der Schule sowie um einen 17-Jährigen, der sich auf dem Schulgelände aufhielt, aber nicht zur Schule gehört. Bei dem 15-Jährigen wurden laut Reuter „wenige Gramm“ des Rauschgifts gefunden. Auch bei dem 17-Jährigen gehe es um „geringe Mengen“. Mit Verweis auf weitere Ermittlungen zu möglichen Hintergründen will die Polizei zunächst keine weiteren Details zu der Sache bekanntgeben.

„Wir nehmen das sehr ernst“, sagte Reuter – und monierte, dass der Besitz der Einstiegsdroge Marihuana mittlerweile häufig fast schon als „Kavaliersdelikt“ verharmlost werde. Der Besitz von Drogen an einer Schule sei scharf zu verurteilen. Ob auf die Jugendlichen nun ein staatsanwaltschaftliches Verfahren zukomme, bleibe noch abzuwarten.

Schule und Polizei würden sich jetzt verstärkt der Sache annehmen, sagt Strätz. Sie betont aber auch, dass es trotz zweier Fälle innerhalb relativ kurzer Zeit kein Drogenproblem an der Wittinger Schule gebe.

Schulleiterin Beate Harms sagt, dass bei den Aufsichten verstärkte Wachsamkeit angezeigt sei. Und natürlich habe die Schule mit den Eltern der betroffenen Schüler gesprochen. Sie verwies darauf, dass die Grund- und Oberschule bereits ab der Primarstufe das Thema Sucht mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen und Mitteln behandele. Auch nach dem Unterricht biete die Schule den Kindern und Jugendlichen einiges zur aktiven Freizeitgestaltung. „Das Thema Prävention berührt bei uns fast alle Fächer“, so Harms. Informiert wurde auch die Vorsitzende des Schulelternrates, Gesa Müller.

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